München:
Runder Tisch Raumfahrt
Aiwanger: „Die Raumfahrt hat sich zu einem strategischen Handlungsfeld entwickelt – das bietet große Chancen für bayerische Unternehmen“ Teilnehmer des Runden Tischs Raumfahrt
(Foto: StMWi)
Die Raumfahrt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderung, Deutschland und Europa sind im Aufbruch. Bayern nimmt in diesem Umfeld eine starke Position ein – und möchte sich entsprechend positionieren. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Neue Akteure, neue Technologien und neue geopolitische Rahmenbedingungen führen dazu, dass sich die Raumfahrt zunehmend zu einem strategischen Handlungsfeld entwickelt – wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Wir unterstützen konsequent bayerische Firmen und Forschungseinrichtungen dabei, diese neuen Chancen zu ergreifen. New Space und Dual Use sind wichtige Faktoren: Denn in den nächsten Jahren werden Revolutionen in der kommerziellen, aber auch in der sicherheitspolitischen Nutzung passieren. Bayern hat die Karten in der Hand, die wir nun ausspielen müssen.“ Beim Runden Tisch Raumfahrt im Bayerischen Wirtschaftsministerium haben sich heute Aiwanger und ausgewählte hochrangige Vertreter der Branche ausgetauscht. Ein wichtiges Thema waren die Möglichkeiten, die sich für Bayerns Wirtschaft aus den Beschlüssen der ESA-Ministerkonferenz ergeben. Deutschland hat der Europäische Weltraumorganisation (ESA) für die Jahre 2026 bis 2028 5,1 Milliarden Euro zugesagt. Durch das Georeturn-Prinzip gehen viele ESA-Aufträge an deutsche Firmen und Einrichtungen. Davon hat Bayern bislang profitiert: Von 2015 bis 2024 gingen knapp 40 Prozent dieser deutschen Aufträge in den Freistaat. Jetzt geht es darum, Programme zielgerichtet in die Umsetzung bringen und künftige Aufträge für bayerische Firmen zu sichern. Aiwanger: „Seit 2018 hat allein das Wirtschaftsministerium über 250 Millionen Euro in die Raumfahrt investiert, unter anderem im Rahmen der Hightech Agenda Bayern. Ein besonderer Erfolgsfaktor ist dabei die enge Vernetzung von Wissenschaft, Industrie und Start-ups.“ Ein weiteres Thema war die Positionierung bayerischer Firmen bei den Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr für den Weltraum in Höhe von rund 35 Milliarden Euro für die Jahre 2025 bis 2030. Bayerische Akteure verfügen über interessante Technologien und Produkte für die Bundeswehr und sollten daher berücksichtigt werden. Aiwanger: „Die Herausforderungen sind groß – und die Zeit, die wir zur Verfügung haben, gering. Es geht darum, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, Kapazitäten aufzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Damit in Deutschland souveräne Technologiekompetenzen für die Bundeswehr verfügbar sind, ist es entscheidend, dass insbesondere im Nationalen Raumfahrtprogramm ‚RIKo‘ ausreichende Mittel vom Bund investiert werden.“ Der Freistaat Bayern ist einer der führenden Raumfahrtstandorte in Europa. Bayern verfügt über ein Raumfahrtökosystem mit starker industrieller Basis, weltweit anerkannten Ausbildungseinrichtungen und einer breiten Innovationslandschaft. Der Umsatz der Luft- und Raumfahrtbranche in Bayern beträgt rund 12 Milliarden Euro. Die Branche zählt in Bayern rund 38.000 Beschäftigte. Zudem spielt die Industrie als Innovations- und Technologietreiber auch branchenübergreifend eine entscheidende Rolle.
Quelle:stmwi.bayern.de
