Geschrieben am: Do, Jun 18th, 2020

Huml: Gesundheitsbranche ist auch in Corona-Zeiten Wachstumsmotor für Wirtschaft – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin

München:

Huml: Gesundheitsbranche ist auch in Corona-Zeiten Wachstumsmotor für Wirtschaft – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Jeder zehnte Euro wird in Gesundheit und Pflege erwirtschaftet

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml sieht in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft auch mit Blick auf die Corona-Pandemie einen Wachstumsmotor für die Wirtschaft im Freistaat. Huml betonte am Mittwoch in München: Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist eine der stärksten und zukunftsträchtigsten Branchen in Bayern. Gut jeder zehnte Euro der bayerischen Wirtschaftskraft entsteht in dieser Branche, etwa jeder sechste Arbeitsplatz wird hier gesichert.

Huml unterstrich: „Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft hat das Potenzial, eine neue Leitökonomie neben bestehenden starken Wirtschaftszweigen in Bayern zu werden. Der Staat unterstützt die Branche gerade in Corona-Zeiten nach Kräften. Erst Anfang Juni hat das Bundeskabinett in einer Sondersitzung mit seinem Konjunktur- und Zukunftspaket beschlossen, 9,75 Milliarden Euro zusätzlich in Gesundheit und Pflege zu investieren.

Huml ergänzte: „Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft hat sich bereits in den letzten zehn Jahren zum krisenresistenten Wachstumsmotor für den Wirtschaftsstandort Bayern entwickelt. Ihre Bedeutung wird auch aufgrund der demografischen Entwicklung und eines weiterhin zunehmenden Gesundheitsbewusstseins in Zukunft noch steigen.

Diesen Trend belegt die zweite Bayern-Studie „Bedeutung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Bayern und den bayerischen Gesundheitsregionenplus“ von 2019, die jetzt veröffentlicht wurde. Demnach wurde in Gesundheit und Pflege 2017 eine Bruttowertschöpfung von rund 56 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht 10,4 Prozent der bayernweiten Leistung, einem Plus von 0,6 Prozentpunkten im Zehnjahresvergleich.

Auch die Beschäftigung in Gesundheits- und Pflegeberufen hat sich im Zehnjahresvergleich rasant entwickelt. Stand 2017 verdienten rund 1,2 Millionen Menschen im Freistaat ihren Lebensunterhalt in der Branche; das entspricht einem bayernweiten Anteil von 15,7 Prozent. 2008 lag der Anteil noch bei 14,2 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Dienstleistungssektoren ist der Anteil von Gesundheit und Pflege an Bruttowertschöpfung und Erwerbstätigen überdurchschnittlich hoch, wie die vom Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR im Auftrag des Gesundheits- und Pflegeministeriums (StMGP) umgesetzte Studie zeigt. Zudem trägt die Branche den Angaben zufolge erheblich zur Entwicklung des ländlichen Raumes bei. Mehr als die Hälfte der branchenweiten Bruttowertschöpfung (rund 29 Mrd. Euro, etwa 52 Prozent) sowie der Erwerbstätigen (mehr als 670.000, rund 56 Prozent) wurde 2017 außerhalb der Metropolregionen registriert. Die Studie enthält auch eine ausführliche Analyse der 50 bayerischen Gesundheitsregionenplus.

Die Ministerin ergänzte: „Auch die heimischen Kur- und Heilbäder sind ein bedeutender Faktor in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft. Ihre Qualität setzt Maßstäbe und stärkt den Standort Bayern.

Huml erläuterte: „Diese Studienergebnisse stellen zwar die Verhältnisse vor der aktuellen COVID-19-Pandemie dar. Die Botschaft bleibt aber gleich: Die Bedeutung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft als Innovations- und Beschäftigungstreiber im Freistaat ist in den vergangenen zehn Jahren erheblich gestiegen. Digitalisierung, demografischer Wandel und medizinisch-technischer Fortschritt führen ebenso zu diesem Aufschwung wie ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein und eine gestiegene Erwartungshaltung der Bevölkerung.

Die Experten von WifOR gehen auch deshalb von einem weiter steigenden Anteil der Branche an der Wirtschaftsleistung in Bayern aus, weil die Corona-Beschränkungen die Gesundheits- und Pflegewirtschaft weniger hart getroffen haben als andere, insbesondere industrielle Wirtschaftszweige in Bayern. Auch um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesundheits- und Pflegewirtschaft zu untersuchen, hat das Bayerische Wirtschaftsministerium aufbauend auf der Studie des StMGP eine Folgestudie in Auftrag gegeben, die sich vertieft mit Fragestellungen der industriellen Gesundheitswirtschaft befasst. Die Ergebnisse werden nach bisheriger Planung für Ende 2020 erwartet.

Eine Kurzfassung der Studie kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/04/studie_gesundheits_pflegewirtschaft_bayern_kurzfassung.pdf

Quelle: stmgp.bayern.de



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