München:

Halbjahresbilanz: Windkraftausbau in Bayern boomt – Antragszahlen schießen durch die Decke

Aiwanger: „Rekordanträge – allein im ersten Halbjahr 2025 wurden 743 neue Windräder beantragt!“

Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger präsentiert die Halbjahreszahlen für den Ausbau der Windenergie in Bayern: „In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 743 neue Windenergieanlagen beantragt – doppelt so viele wie für die gesamten Jahre 2022, 2023 und 2024 zusammen. Bis Ende Juni wurden mit 96 mehr Anlagen genehmigt als im gesamten letzten Jahr. Die Öffnung der 10h-Regel und unsere Beratung wirken.“ Darüber hinaus sind zehn Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 52,7 Megawatt in Betrieb gegangen.

„Die Zahlen zeigen: Unsere Maßnahmen wirken. Ich danke besonders auch den Kommunen und Regionalen Planungsverbänden für die konstruktive Zusammenarbeit. Auch unsere Windkümmerer und die Regierungen leisten hervorragende Arbeit und der Windkraftausbau in den Bayerischen Staatsforsten ist zu einem Erfolgsmodell geworden“, sagt Aiwanger. „Wir müssen bei der Umsetzung des Windkraftausbaus aber auch Sorgen der Anwohner ernst nehmen und mit Vernunft vorgehen. Unser geplantes Beteiligungsgesetz für die Kommunen mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde eingespeisten Strom erhöht weiter die Akzeptanz. Das ergibt jährlich etwa 30.000 Euro je Windrad. Ein Windrad liefert rechnerisch Strom für rund 10.000 Bürger. Der Windkraftausbau bringt viele Aufträge für die regionale Bauwirtschaft und das Handwerk. Die nächste Herausforderung ist jetzt die Aufnahme des Stroms durch die Kunden, Netze und Speicher. Hier sind wir schon seit längerem in intensiven Arbeitsgesprächen.“    Aiwanger warnt jedoch davor, jetzt nachzulassen: „Die hervorragenden Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir den Ausbau der Windenergie weiterhin vorantreiben müssen.“ Der positive Trend im Juni wird teilweise von einem Vorzieheffekt verstärkt. Durch das Auslaufen der Erleichterungen bei Artenschutz- und Umweltverträglichkeitsprüfungen im Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) haben viele Projektierer ihre Antragstellung vorgezogen. Für eine Anschlussregelung ist mittlerweile gesorgt: Der Bundesrat hat am 11. Juli 2025 einer Gesetzesnovelle zugestimmt, die Erleichterungen für sogenannte Beschleunigungsgebiete für den Windenergieausbau vorsieht.   Der Minister betont die Bedeutung verlässlicher Grundlagen der Bundespolitik in Bezug auf die Flächenziele und das Referenzertragsmodell: „Planungssicherheit ist unverzichtbar. Der Bund darf jetzt bei der angekündigten Evaluierung der Erneuerbaren keine Fehler machen und Sand ins Getriebe bringen. Am besten jetzt gar nichts tun, wenn’s läuft! Die regionale Verteilung beim Ausbau Erneuerbarer Energien ist von immenser Bedeutung – für die Stabilität der Netze, aber auch für die regionale Wertschöpfung. Auch unsere Regionalen Planungsverbände brauchen die Rechtssicherheit. Die 1,8 Prozent Vorrangflächen für Bayern 2032 dürfen jetzt nicht mehr in Frage gestellt werden, wir sind mitten in der Planung. Außerdem sehen wir, dass der Wettbewerb in den EEG-Ausschreibungen zunimmt und die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte unter Druck steht. Deshalb appelliere ich an den Bund, an den Flächenzielen bis 2032 und am Referenzertragsmodell festzuhalten.“   Weitere Informationen zum Ausbau der Windenergie in Bayern:   Anträge 2022 18 2023 64 2024 281 2025 (Stand: 30.06.25) 743   Genehmigungen 2022 8 2023 17 2024 93 2025 (Stand: 30.06.25) 96   Inbetriebnahmen 2022 14 2023 7 2024 9 2025 (Stand: 30.06.25) 10

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.