München -Aiterhofen :

Wirtschaftsminister besichtigt Biogasanlage in Aiterhofen

Aiwanger: „Biomethan bietet enormes Potenzial. Hürden beim Netzzugang müssen abgebaut werden“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Besichtigung der Biogasanlage in Aiterhofen mit Dr. Rouven Fleischer (rechts) und Hermann Deupmann (links).Foto: StMWi

Beim Besuch der Biogasaufbereitungsanlage der E.ON Bioerdgas GmbH in Aiterhofen (Lkr. Straubing-Bogen) hat Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger das Potenzial von Biomethan für die Energiewende in Bayern hervorgehoben. Das Besondere an der Anlage ist die direkte Einspeisung ins Gasnetz mit der gleichzeitigen Verflüssigung von CO2 zu LCO2. Gemeinsam mit Vertretern der E.ON Bioerdgas GmbH wurden Perspektiven, Beschleunigungsmöglichkeiten beim Anschluss von Biogasaufbereitungs- und Biomethan-Einspeiseanlagen sowie Herausforderungen für die Biomethaneinspeisung diskutiert.   Aiwanger betont: „Biomethan ist eine tragende Säule für die Energieversorgung der Zukunft – flexibel einsetzbar, speicherfähig und regional erzeugt. Mit Anlagen wie hier in Aiterhofen, wo neben Biomethan auch Kohlendioxid in Lebensmittelqualität produziert wird, zeigt sich das Innovationspotenzial der Branche. Wir müssen die Einspeisung ins Gasnetz vereinfachen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.“   Biomethan sei vielseitig verwendbar: Es könne zur Strom- und Wärmeerzeugung, als Kraftstoff oder als Speichermedium genutzt werden. „Gerade in der aktuellen energiepolitischen Lage brauchen wir solche Lösungen, um unabhängiger und krisenfester zu sein“, unterstreicht Aiwanger.   Die Anlage in Aiterhofen wurde 2009 in Betrieb genommen und gehört zu den modernsten ihrer Art. Seit 2023 wird dort auch Kohlendioxid in Lebensmittel-Standard verflüssigt. Insgesamt betreibt die E.ON Bioerdgas GmbH fünf Aufbereitungsanlagen in Deutschland und ist einer der größten Biomethanhändler des Landes.   Mit dem Förderprogramm BioMeth Bayern unterstützt der Freistaat gezielt die Errichtung von Biogasaufbereitungsanlagen und die Anbindung an das Gasnetz. Bislang wurden elf Projekte mit über 4,2 Millionen Euro unterstützt, was Investitionen von rund 15,5 Millionen Euro ausgelöst hat.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.