München:

Bayerns Kultusminister genehmigt LehrplanPLUS für die Mittelschule
Minister Spaenle: „Berufsorientierung, digitale Bildung und Alltagskompetenzen sind im neuen Lehrplan fest verankert“

Den LehrplanPlus für die Mittelschule hat nun Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle genehmigt. Er wird ab dem Schuljahr 2017/2018 an den Mittelschulen als Grundlage für den Unterricht und die Erziehung dienen. Derzeit bestehen in Bayern rund 900 Mittelschulen. Gut 205.000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Mittelschule.
„Der LehrplanPLUS ist eine wichtige Säule für die pädagogische Arbeit an der Mittelschule“, betonte der Kultusminister. Die Aneignung von Kompetenzen und Wissen stehen dabei inhaltlich in dem gesamten Fächerspektrum z. B. von Deutsch und Englisch über Mathematik, Natur und Technik bis hin zu Geschichte/Politik/Geographie oder Wirtschaft und Beruf im Mittelpunkt. Der Digitalen Bildung wird im neuen Lehrplan ein höherer Stellenwert zugemessen, informationstechnische Grundbildung wird obligatorisch. Werteerziehung bleibt wie bisher zentrales fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel. Die Inklusion wird eigens thematisiert.

schule

Berufsorientierung nun eigenes Lernfeld

„Die Berufsorientierung, die an der Mittelschule nahezu ein Alleinstellungsmerkmal darstellt, wurde in ein eigenes Lernfeld aufgenommen, darüber hinaus wird es in einzelnen Fächern verankert, nämlich in Wirtschaft und Beruf, Ernährung und Soziales, Technik, Wirtschaft und Kommunikation, sowie Werken und Gestalten.“ Die Alltagskompetenzen wurden auf die Lebenspraxis hin ausgerichtet.
Der LehrplanPLUS wurde von erfahrenen Pädagogen unter Federführung des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) erarbeitet.
Das Lehrplaninformationssystem als eine Art Service-Teil des LehrplanPLUS ermöglicht es u.a., dass die Lehrkräfte online auf zusätzliche Materialien, Aufgabenbeispiele, Informationen und Anregungen zurückgreifen können.

Lehrplan für Anforderungen aus Gesellschaft, Hochschule und Wirtschaft

„Der LehrplanPLUS Mittelschule steht für eine gänzlich neue Lehrplangeneration in Bayern“, so der Minister. „Er soll es ermöglichen, dass sich die Schülerinnen und Schüler die Welt aus der Perspektive einer Vielzahl unterschiedlicher Fächer erschließen können. Sie setzen sich mit Inhalten auseinander, die gekennzeichnet sind durch eine ausgewogene Mischung aus Komplexität, Abstraktion, Wissenschaftlichkeit sowie Lebens- und Anwendungsbezug.“
„Ab dem Schuljahr 2017/2018 werden wir den LehrplanPLUS an den Mittelschulen beginnend mit der Jahrgangsstufe 5 einführen. Bayernweit bieten wir eine mehrstufige Fortbildungskampagne für die Lehrkräfte an.“, so der Minister. Den Schulbuchverlagen wurden entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt, damit sie rechtzeitig Schulbücher und Arbeitshefte als Unterrichtsmaterial bereitstellen können.
Der LehrplanPLUS Mittelschule baut – ebenso wie die entsprechenden Lehrpläne für die anderen weiterführenden Schulen – auf einer gemeinsamen Grundlage, nämlich dem LehrplanPLUS Grundschule, auf. Die Lehrpläne für die Grundschule und die weiterführenden Schulen sind eng abgestimmt entstanden. Damit besteht nun die Möglichkeit, den Übergang an dieser Schnittstelle harmonischer zu gestalten. Der LehrplanPLUS für die weiterführenden Schulen betont auch die Gemeinsamkeiten und Brücken zwischen den Schularten stärker als bisher. Dies erhöht die Durchlässigkeit im bayerischen Schulwesen.

Lehrplan Deutsch als Zweitsprache gilt für alle weiterführenden Schulen

Der Lehrplan für das Fach Deutsch als Zweitsprache, der Bestandteil des LehrplansPLUS für die Mittelschule ist, ist auch für den Unterricht an anderen weiterführenden Schularten gültig.
Zum Schuljahr 2014/2015 war der LehrplanPLUS an der Grundschule eingeführt worden – und zwar zunächst in den Jahrgangsstufen 1 und 2. Im aktuellen Schuljahr 2015/2016 folgte dann die Jahrgangsstufe 3 und im kommenden Schuljahr 2016/2017 wird die Jahrgangsstufe 4 folgen“, erklärte Minister Spaenle.
Veröffentlicht wird der LehrplanPLUS Mittelschule online.

Quelle: stmbw.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.