Berlin:

Die Stromversorgung muss bei wachsenden Anteilen von Wind- und Sonnenstrom
zuverlässig und kosteneffizient bleiben. Für diesen Wandel soll der Strommarkt
fit gemacht werden. Damit befasst sich das heute durch das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) vorgelegte Grünbuch „Ein Strommarkt für die
Energiewende“
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Strommarkt-der-Zukunft/gruenbuch.html>.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hierzu: „Das
Grünbuch ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einem langfristig
tragfähigen Strommarktdesign. Hiermit präsentieren wir Optionen für eine sichere,
kosteneffiziente und umweltverträgliche Energieversorgung. Zugleich ermöglichen
wir mit der nun folgenden öffentlichen Konsultation eine breite, transparente und
lösungsorientierte Diskussion über die Ausgestaltung des künftigen
Strommarktdesigns.“

lichtschalter

Das heute vorgelegte Grünbuch ist Teil des im Juli 2014 in der Plattform
Strommark
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Strommarkt-der-Zukunft/plattform-strommarkt.html>t
begonnenen Diskussionsprozesses. In der Plattform Strommarkt organisiert das BMWi
entsprechend seiner „10-Punkte-Energie-Agenda“
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiewende/gesamtstrategie.html> einen
transparenten Diskussionsprozess mit Bundesländern und Verbänden. In diesem
Rahmen werden notwendige Vorarbeiten für die Entwicklung eines langfristig
tragfähigen Strommarktdesigns geleistet, damit sie später ausgehend vom jetzt
vorgelegten Grünbuch über das Weißbuch im nächsten Jahr zu gesetzlichen Maßnahmen
führen können.

Das Grünbuch stellt zum einen eine Reihe von Maßnahmen vor, die dazu beitragen
können, den Einsatz verfügbarer Kapazitäten zu optimieren. Hierzu zählen
insbesondere die Verbesserung der Bilanzkreisbewirtschaftung, der Netzausbau und
die Weiterentwicklung der Regelleistungsmärkte.

Zum anderen diskutiert das Grünbuch die Frage, ob der Strommarkt zukünftig
ausreichend Investitionen in erforderlichen Kapazitäten anreizt. Dabei geht es um
die Grundsatzentscheidung, die in Fachkreisen als „Strommarkt 2.0 vs.
Kapazitätsmarkt“ zusammengefasst wird. Das heißt, für die langfristige
Entwicklung des Strommarktes stehen zwei grundsätzliche Lösungsansätze zur
Verfügung: Wollen wir einen optimierten Strommarkt (Strommarkt 2.0) mit einem
glaubwürdigen rechtlichen Rahmen, auf den Investoren vertrauen können – oder
wollen wir neben dem einen zweiten Markt für die Vorhaltung von Kapazitäten
einführen (Kapazitätsmarkt)?

Das Grünbuch wird bis zum 1. März 2015 öffentlich konsultiert. Danach folgt ein
Weißbuch mit konkreten Maßnahmen. Auch das Weißbuch wird nochmals öffentlich
konsultiert (bis September 2015). Daran wird sich die notwendige Gesetzgebung
anschließen.

Das Grünbuch ist hier
<http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=666660.html> abrufbar.

Weitergehende Informationen zur aktuellen Energiepolitik finden Sie im alle zwei
Wochen erscheinenden Newsletter „Energiewende direkt“
<http://www.bmwi-energiewende.de>.

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.