Berlin:

Wie reagiert die deutsche Landwirtschaft auf gesellschaftliche Veränderungen und wirtschaftliche Herausforderungen?
Bleser erläutert Weichenstellungen der Landwirtschaftspolitik auf der
Winterschulung der Agrargenossenschaften

Auf der Winterschulung der Agrargenossenschaften in Paaren im Glien (Brandenburg) hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, am Montag mit rund 100 Teilnehmern über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland diskutiert. „Die Bundesregierung legt großen Wert auf eine leistungsfähige und nachhaltige Landwirtschaft. Dafür setzen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene nachdrücklich ein“, betonte Bleser. „Wir wollen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sich die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft weiterhin positiv entwickeln kann“, so der Staatssekretär.

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Vor allem Fragen des Tierwohls und Umweltaspekte nahmen großen Raum bei der Veranstaltung ein. „Das sind Themen, die in der Gesellschaft kritischen Wiederhall finden. Hier müssen wir die Gesellschaft mitnehmen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher befürchten, dass in größeren Betrieben Abstriche beim Umwelt- und Tierschutz gemacht werden. Dass das nicht der Realität entspricht, ist vielen nicht bekannt“, sagte Bleser im Hinblick auf die aktuelle Diskussionen um die moderne Landwirtschaft.

Handlungsbedarf bestehe laut Bleser dennoch. Als ein Beispiel nannte er die vor kurzem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gestartete Tierwohlinitiative, die unter dem Motto „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl steht. Ziel der Initiative ist es, die Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere weiter zu verbessern und noch stärker an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen. Die vorgelegten Eckpunkte beinhalten ein umfangreiches Maßnahmenpaket, deren Schwerpunkt auf der Nutztierhaltung liegt. „Wir wollen uns am Wohl des einzelnen Tieres orientieren. Gemeinsam mit allen Beteiligten muss es uns gelingen, praktikable Konzepte zu entwickeln, damit wir so rasch wie möglich etwa auf nicht-kurative Eingriffe wie das Schwänzekupieren bei Ferkeln, das Enthornen bei Kälbern oder das Schnabelkupieren bei Legehennen verzichten können“, erklärte der Staatssekretär. „Dabei muss die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Nutztierhaltung im Vordergrund stehen. Eine Produktionsverlagerung in Länder mit niedrigem Tierschutzniveau hilft den Tieren nicht“, so Bleser.

Auch in Bezug auf die Umwelt, so Bleser, sind Anpassungen notwendig. „Richtig angewendet, führen Düngemittel die mit der Ernte entzogenen Nährstoffe dem Boden wieder zu und Pflanzenschutzmittel sichern die Qualität der Ernte. Aber mit Blick auf den Zustand der Gewässer müssen wir unsere Anstrengungen fortsetzen.“ Eine ernst gemeinte Auseinandersetzung müsse die Bereitschaft zu Veränderung einschließen, betonte der Staatssekretär und fasste zusammen: „Deutsche Lebensmittel und Agrarprodukte haben weltweit ein gutes Image bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Diesem Ruf wollen wir auch zukünftig gerecht werden.“

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.