München:

Ladendiebstähle nicht bagatellisieren, konsequente Strafverfolgung weiterhin unerlässlich / Justizminister Bausback: „Fahrverbot als weitere Hauptstrafe neben Geld- und Freiheitsstrafe einführen!“
Der Bayerische Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback tritt anlässlich eines Treffens mit Vertretern des Handelsverbandes Bayern Bestrebungen zur Entkriminalisierung des Ladendiebstahls – etwa durch eine Herabstufung zur bloßen Ordnungswidrigkeit, wie zuletzt von Niedersachsen in die Diskussion eingebracht – entschieden entgegen. Er fordert vielmehr: „Wir brauchen das Fahrverbot als eigenständige Sanktion im Werkzeugkasten unserer Strafrichter. Und zwar ganz generell für alle Straftaten, sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendstrafrecht. Vor allem jungen Ladendieben kann man damit in geeigneten Fällen spürbar Grenzen ziehen, ohne gleich zur Freiheitsstrafe zu greifen. Oder Geldstrafen zu verhängen, die dann oft die Eltern zahlen oder die gar nicht beglichen werden können – und dann auch wieder im Gefängnis abgesessen werden müssen. Da kann ein Fahrverbot in vielen Fällen angemessener und trotzdem wirkungsvoll sein. Wenn ein junger Täter seine Freundin eine Weile lang mit dem Bus ins Kino abholen muss statt mit dem Auto, wird er es sich das nächste Mal genauer überlegen, ob er das Smartphone oder das neue Computerspiel einfach einsteckt“, so Bayerns Justizminister heute in München.

Hintergrund: Ausschlaggebend für das jeweilige Strafmaß ist die Schuld des Täters. Dabei haben die Richterinnen und Richter insbesondere auch die Schadenshöhe zu berücksichtigen. Da diese etwa bei der Hälfte der polizeilich registrierten Fälle unter 15,- EUR liegt und bei einem weiteren Viertel unter 50,- EUR, kommt es gerade bei Ersttätern nicht selten zu Einstellungen gegen Auflagen oder geringen Geldstrafen. Bei gravierenderen Fällen und bei Wiederholungstätern werden demgegenüber härtere Sanktionen bis hin zu regelmäßig sehr einschneidenden Freiheitsstrafen ohne Bewährung verhängt.

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Mit Blick auf den in Deutschland letztes Jahr laut Studien insgesamt verursachten Schaden durch Ladendiebstähle von rund 3,9 Milliarden Euro stellt Bayerns Justizminister klar: „In Bayern werden Ladendiebstähle konsequent verfolgt. In den Jahren 2012 und 2013 gab es in Bayern im bundesweiten Vergleich die wenigsten Fälle pro 100.000 Einwohner. Mit diesem Ergebnis müssen wir uns zwar nicht verstecken. Aber es gibt keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen!“

„Ich bin froh darüber, dass die Einführung des Fahrverbots als allgemeine Sanktion auf mein Betreiben hin nun im Koalitionsvertrag verankert ist. Damit hat es sich auch die Bundesregierung auf die Tagesordnung gesetzt“, so Bausback abschließend, „und genau da gehört das Thema jetzt auch hin!“

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.