Fuerth:

Entlastung auf dem Wohnungsmarkt
„Mieten statt kaufen – mehr Geld zum Leben.“ Der Spruch, der auf der Bautafel von Bauträger Schönwasser in der Herrnstraße steht, gefällt Oberbürgermeister Thomas Jung. Und entspricht offensichtlich auch dem Lebensgefühl vieler Menschen, die gerne in Fürth leben möchten: „Derzeit gibt es rund 1100 Wohnungssuchende“, weiß der Rathauschef. Dabei sei mehr und mehr wichtig, „dass es neben den Projekten auf dem freien Markt auch genügend Angebote an Wohnungen zur Miete für die Bürgerinnen und Bürger gibt.“ Und genau hier tut sich derzeit viel im Stadtgebiet.

Bei einer Bustour mit Medienvertretern stellte der OB markante Projekte von Wohnungsbauträgern in der Kleeblattstadt vor. Drei von ihnen befinden sich in der Südstadt, das derzeit Größte in der Amalienstraße. Hier entstehen 77 neue Mietwohnungen der Baugenossenschaft Volkswohl. Laut Geschäftsleiter Johann Zweier beläuft sich die Neuinvestition auf insgesamt rund 18 Millionen Euro.

1euro

Ein paar Ecken weiter wird ebenfalls fleißig gebaut. In der Winklerstraße schafft die Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach 16 neue Mieteinheiten und gegenüber des Finanzamtes entstehen nochmals 30 Wohnungen. Das besondere an diesem Projekt an der Ecke Herrn- und Simonstraße: Obwohl privater Bauträger, investiert die Firma Schönwasser Haus- und Grundbesitz nicht in profitable Eigentumswohnungen, sondern in mietbare Objekte. An den Bauprojekten in der Südstadt ist gut zu erkennen, was Oberbürgermeister Jung wichtig ist: „Hier wird Wohnraum geschaffen, indem Baulücken geschlossen werden.“

In der Paul-Keller-Straße in der Heilstättensiedlung ist das noch in Planung. Auf einem Areal direkt neben dem Stadtwald, das jetzt teilweise als Parkplatzfläche genutzt wird, sollen bald die Arbeiten an insgesamt 70 Mieteinheiten für Volkswohl beginnen. Der Wald muss darunter nicht leiden, dafür sorgt ein schützender Abstand von 30 Metern zwischen Bäumen und künftigem Bau.

Im „WBG-Land“ auf der Hardhöhe wird aus alt neu gemacht, indem in der Hardstraße zusammen mit der König-Ludwig-Stiftung vorhandener Baubestand kernsaniert und in der Komotauer Straße zusätzlicher Wohnraum durch „Aufstockung“ geschaffen wird. Das heißt, es wird ein zusätzliches Stockwerk aufgetragen und anschließend ein modernes neues Dach aufgesetzt. Insgesamt entstehen auf der Hardhöhe so aktuell 60 modernisierte Wohnungen.

Und auch das Eigene Heim erhält zusätzlichen Wohnraum zur Miete: Im Finkenschlag werden für den Bauträger Baugenossenschaft Eigenes Heim gerade 30 Neubauwohnungen errichtet und eine Ecke weiter in der Riemenschneiderstraße 36 Einheiten für das Evangelische Siedlungswerk Bayern gebaut, wobei letztere speziell für Senioren entworfen wurden.

In Zeiten von Wohnungsnot in Ballungsräumen sieht Oberbürgermeister Jung positive Perspektiven für Mieterinnen und Mieter ‒ und das auch im Niedrigpreissektor. Da die meisten Projekte bereits 2015 fertig gestellt werden sollen, erwartet das Stadtoberhaupt bis 2016 eine Entlastung im Fürther Mietwohnungsmarkt.

In Fürth werden derzeit eine Reihe von Bauprojekten realisiert. Rund 500 neue Mietwohnungen sollen bis zum Jahr 2016 entstehen.

Quelle: fuerth.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.