München:

Huber: Provisionen bei der Honorarberatung sollen die Ausnahme sein

Bayern für Transparenz und Kontrollmöglichkeit bei Finanzberatung

Eine interessenunabhängige und transparente Beratung soll Verbraucher vor finanziellen Nachteilen bei Vermögensanlagen schützen. Der Bund hat dazu nun für die Honorarberatung den nötigen rechtlichen Rahmen geschaffen. Der Bayerische Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber betonte: „Finanzberatung muss sich vorrangig an den Interessen und den Vermögensverhältnissen des Kunden orientieren. Der Markt zeigt, dass dies häufig nicht der Fall ist. Die gesetzliche Stärkung unabhängiger Beratungsmodelle ist daher ein wichtiger Schritt zum Schutz der Anleger.“ Wesensmerkmal der Honorarberatung ist, dass die Vermittlung von Finanzprodukten frei von Provisionsinteressen erfolgt. Wenn der Berater seine Vergütung ausschließlich vom Kunden erhält, ist sichergestellt, dass er die Interessen des Kunden in den Mittelpunkt der Anlageempfehlung rückt. Eine unabhängige, auf Honorarbasis erbrachte Anlageberatung kann somit eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Beratung auf Provisionsbasis sein, die sich auch bei kleineren und mittleren Anlagebeträgen lohnen kann.

1euro

Wenn dem Berater keine entsprechenden provisionsfreien Anlageprodukte am Markt zur Verfügung stehen, erlaubt das Gesetz eine Provision, die jedoch unverzüglich an den Kunden weitergegeben werden muss. Damit die Provisionsannahme bei der Honorarberatung die Ausnahme bleibt, hat Bayern über den Bundesrat durchgesetzt, dass die Honorarberater klar dokumentieren müssen, in wie vielen Fällen sie von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen. Mit dieser zahlenmäßigen Erfassung kann nachvollzogen werden, ob das Gesetz zur Förderung der Honorarberatung tatsächlich die erwünschte Wirkung zeigt. „Bei einer Beratung auf Honorarbasis sollen keine Provisionen fließen. Wer als Honorarberater zugelassen ist und mit seiner Unabhängigkeit wirbt, muss grundsätzlich frei von Provisionsinteressen sein. Ausnahmen dürfen nicht zur Regel werden und Fehlanreize setzen. Wir werden die Entwicklung der Honorarberatung in der Praxis daher sorgfältig beobachten, um gegebenenfalls gesetzlich gegenzusteuern“, so Huber. Wer sich für die Honorarberatung entscheidet, sollte sich nicht zu einem Anlageprodukt mit Provision verleiten lassen, um sich damit das Honorar für den Berater zu sparen. Stattdessen sollten Anleger vorrangig darauf achten, dass das Anlageprodukt hinsichtlich seiner Laufzeit, Verwertbarkeit, Risiken und Renditechancen geeignet sowie transparent gestaltet ist.

Nicht nur Banken, sondern auch freie Anlageberater unterliegen inzwischen klar gesetzlich geregelten Informations- und Dokumentationspflichten wie beispielsweise zur Anfertigung eines Beratungsprotokolls. Für die Aufsicht über die freien Anlageberater und damit auch Beschwerden sind in Bayern die IHK München und Oberbayern und die IHK Aschaffenburg zuständig.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.