München:

Peter Altmaier muss endlich Mut zum Handeln beweisen“

Bayerns
Wirtschafts- und Energieminister Martin Zeil fordert
Bundesumweltminister Peter Altmaier angesichts steigender
Strompreise zu schnellen politischen Entscheidungen
auf. „Die Steigerung der EEG-Umlage auf 5,3 Cent
pro Kilowattstunde, also um knapp 70 Prozent, zeigt,
dass das Ziel einer bezahlbaren Energieversorgung in
weite Ferne geraten ist Die Bundesregierung kann ihre
Zusage, dass die EEG-Umlage nicht wesentlich steigt,
nicht einhalten. Diese Entwicklung war absehbar und
kann so keinen überraschen“, betont Zeil und ermuntert
Bundesumweltminister Altmaier zu einer grundlegenden
Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz. „Die muss
aber über die bisherigen unzureichenden Korrekturen
und Anpassungen hinausgehen“, verlangt Zeil.

Der
Wirtschaftsminister erklärt: „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz
war eine Erfolgsgeschichte, die dann übers Ziel hinausgeschossen
ist. Diese bittere Wahrheit scheint nun auch endlich
in Berlin angekommen zu sein.“ Umso unverständlicher
sei es, dass der von Bundesminister Altmaier vorgelegte
Verfahrensvorschlag, nicht auf eine schnelle Lösung
des Problems ausgerichtet sei, sondern die Kostenbelastung
der Verbraucher für die Zukunft weiter zementiere.
„Die Bundesregierung kann und darf sich nicht durch
die Einrichtung weiterer Expertengruppen und Diskussionsrunden
aus der Verantwortung ziehen. Besitzstandswahrer der
Erneuerbaren-Lobby werden auch hier sinnvolle Lösungen
zu verhindern wissen“, mahnt Zeil. Bestes Beispiel
hierfür sei etwa das bereits begonnene Kesseltreiben
gegen Industriearbeitsplätze durch SPD und Grüne.

 

„Vorschläge,
wie das EEG mit dem Ziel einer vollständigen Marktintegration
der Erneuerbaren umgestaltet werden muss und Verbraucher
sowie Wirtschaft kurzfristig entlastet werden können,
liegen längst auf dem Tisch“, so Zeil. „In einem
ersten Schritt muss die Stromsteuer abgesenkt werden.
Das entlastet Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen.
Wir werden die Kostenspirale aber nicht ohne eine Systemumstellung
bei der Förderung erneuerbarer Energien in den Griff
bekommen“, zeigt sich Zeil weiter überzeugt. Bayerns
Wirtschaftsminister spricht sich seit langem für eine
Ablösung des EEG durch ein Wettbewerbsmodell aus.
„Wir brauchen einen wettbewerblichen Förderansatz,
bei dem wir den Stromunternehmen vorgeben, ihre Kunden
mit Strom zu beliefern, der zu einem bestimmten, allmählich
ansteigenden Anteil aus erneuerbaren Energien stammt.
Wo und wie dieser Strom erzeugt wird, wird dann im
Wettbewerb entschieden“, erklärt der Minister sein
Modell.

 

Abschließend fordert Zeil:
„Herr Bundesminister Altmaier muss endlich Mut zum
Handeln beweisen. Schöne Ankündigungen helfen uns
nicht weiter. Die EEG-Reform ist überfällig. Weitere
Verzögerungen sind weder für die Verbraucher noch
für die Wirtschaft zumutbar und gefährden den Erfolg
der Energiewende.“

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.