München:

Justizministerin Dr. Beate Merk: „Wir wollen ein deutliches Signal setzen: Geschäfte mit dem Tod darf es nicht geben!“

Bayern stimmt heute im Bundesrat für
den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Strafbarkeit
der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung.
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk: „Es ist ethisch
unvertretbar, mit der Ausweglosigkeit verzweifelter
Menschen selbst dann noch Geschäfte zu machen, wenn
man ihnen nicht mehr zu bieten hat als den Tod. Damit
wird Menschen eine scheinbar einfache Lösung suggeriert,
die sie vielleicht nicht gewählt hätten, wenn man
ihnen aufmerksam zugehört und konstruktive Hilfe angeboten
hätte. Ich kämpfe deshalb schon seit Jahren dafür,
das Tun dieser Todeshändler mit den Mitteln des Strafrechts
zu unterbinden!“

 

Der Gesetzentwurf
der Bundesregierung sieht ein strafrechtliches Verbot
der gewerbsmäßigen Sterbehilfe vor, also der Sterbehilfe
mit der eine fortlaufende Einnahmequelle geschaffen
werden soll. Nach Ansicht von Merk ist der Entwurf
ein wichtiger, längst fälliger Schritt in die richtige
Richtung: „Wenn diese Lösung in Kraft tritt, darf
niemand mehr Geschäfte damit machen, dass er Verzweifelten
seine Unterstützung beim Selbstmord verkauft. Zwar
sehe ich bei dem Entwurf noch Lücken: So erfasst er
nur die gewerbliche, nicht aber die sonstige organisierte
Sterbehilfe. Gerade die Gewerbsmäßigkeit wird aber
in der Praxis schwer nachzuweisen sein. Bayern wird
den Entwurf aber dennoch unterstützen. Denn wir setzen
damit ein wichtiges Signal und sagen klar Nein zum
Handel mit dem Suizid!“

 

Dem ebenfalls
heute zur Abstimmung stehenden Gesetzentwurf aus Rheinland-Pfalz
erteilt die Ministerin hingegen eine deutliche Absage.
Danach ist allein die öffentliche Werbung für Suizidbeihilfe
strafrechtlich untersagt und das auch nur, wenn die
Werbung aufgrund des eigenen Vermögensvorteils erfolgt
oder grob anstößig ist. Merk: „Ein solches Verbot
ist zum einen leicht zu umgehen. Vor allem aber setzt
der Entwurf ein ganz falsches, verheerendes Signal
– nämlich, dass es den Sterbehelfern erlaubt ist,
ihren Mitmenschen den Tod zu verkaufen. Nur Werbung
machen dürfen sie dafür nicht. Ein solches Gesetz
wird es mit Bayern nicht geben!“
Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.