München:

Anlässlich der aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts
Frankfurt am Main, dem Kindsmörder Magnus Gäfgen
wegen einer Folterdrohung Schmerzensgeld in Höhe von
3.000 Euro zuzubilligen, erklärt Bayerns Justizministerin
Dr. Beate Merk: „Ich kann und will richterliche Entscheidungen
nicht kommentieren. Aber ein Aspekt dieses Falles ist
mir schon wichtig: Die Diskussion um die finanzielle
Entschädigung eines Kindsmörders hat einmal wieder
alle Aufmerksamkeit auf einen Täter gelenkt, der es
verstanden hat, sich im Zusammenhang mit seiner Tat
wirkungsvoll als Opfer darzustellen. Dabei dürfen
wir aber nicht die Opfer vergessen! Der Fall zeigt
eine schmerzhafte Gerechtigkeitslücke im deutschen
Recht: Angehörigen der Tatopfer wird für ihre Beeinträchtigungen
nur in Ausnahmefällen eine finanzielle Entschädigung
zugebilligt, auch wenn sie – wie so oft – durch die
Tötung ihres Verwandten schwerste seelische Traumata
erlitten haben.“

Fast alle europäischen
Rechtsordnungen sehen inzwischen für Hinterbliebene
eines Unfallopfers im Straßenverkehr die Möglichkeit
einer Schmerzensgeldzahlung vor. „Das muss doch erst
recht für die Eltern eines ermordeten Kindes gelten“,
so Merk. „Natürlich geht es hier nicht um finanzielle
Entschädigung des Verlustes eines geliebten Menschen
– so etwas wäre abwegig. Aber eine wichtige Anerkennungs-
und Unterstützungsfunktion kann ein Schmerzensgeld
auch in diesen Fällen erfüllen.“ Die Angehörigen
des Tatopfers müssten dann natürlich auf alle Vermögenswerte
des Täters zugreifen können, also auch auf einen
Entschädigungsanspruch, wie er im Fall Gäfgen dem
Täter zuerkannt worden ist. Merk: „Denn das Opfer
selbst oder seine Angehörigen sind ja nicht irgendwelche
Gläubiger des Täters. Ihnen gegenüber darf es keine
Vollstreckungsbeschränkung geben!“

 

Merk
hat deshalb einen Gesetzentwurf vorgelegt, der nahen
Angehörigen von Opfern ein Schmerzensgeld zugesteht.
„Ich werde weiter nachdrücklich dafür kämpfen, dass
der Anspruch ins Bundesgesetzblatt kommt“, so Merk.

 
Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.