München:

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil fordert zur Abfederung der teuren Energiewende eine ‚flexible Stromsteuer’

Der bayerische Wirtschaftsminister
und stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil
fordert angesichts explodierender Strompreise durch
die Energiewende eine Absenkung der Stromsteuer. „Seit
2006 sind die Strompreise bereits um 30 Prozent gestiegen“,
erläutert der Minister. Durch die sehr hohen Kosten
der politisch überhastet eingeleiteten Energiewende
dürfte es noch schlimmer kommen. „Bis 2022 könnten
die Strompreise nach Ansicht von Fachleuten noch einmal
um bis zu 70 Prozent steigen“, warnt Zeil. Verantwortlich
für diese Entwicklung seien die gigantischen Förderkosten
für die erneuerbaren Energien und den notwendigen
Ausbau der Leitungsnetze. Eine solche Explosion der
Strompreise sei für unsere Unternehmen ein gravierender
Wettbewerbsnachteil und für viele Bürger schlichtweg
nicht mehr bezahlbar.

 

Um das Schlimmste
abzuwenden, schlägt der bayerische Wirtschaftsminister
eine ‚flexible Stromsteuer’ vor. Das Prinzip ist
ebenso einfach wie einleuchtend: Steigen die Stromkosten
durch die erneuerbaren Energien, wird die Stromsteuer
entsprechend gesenkt. Zeil: „Wie bei einer Waage
können so die Belastungen für Unternehmen und Verbraucher
zumindest annähernd ausgeglichen werden.“ Dieses
Instrument sei somit eine perfekte Strompreisbremse.

 

Die ‚flexible Stromsteuer’
habe neben der Entlastung der Unternehmen und Verbraucher
einen weiteren Vorteil. Zeil unterstreicht: „Durch
die automatische Absenkung der Stromsteuer kann der
Bund die Kosten für die Energiewende nicht mehr einfach
eins zu eins auf die Verbraucher abwälzen. Jede Kostenexplosion
bei der EEG-Umlage bedeutet dann auch, dass weniger
Geld in den Bundeshaushalt fließt.“ Damit müsse
der Bund zumindest einen Teil der Kosten, die er den
Bürgern mit einer unverhältnismäßig hohen Förderung
der erneuerbaren Energien aufbürdet, selbst bezahlen.

 

Nach Zeils Ansicht ist die Stromsteuer
durch die Energiewende ohnehin obsolet geworden. Leider
könne sie aber aufgrund von ebenso überflüssigen
EU-Vorgaben nicht gänzlich abgeschafft werden. Man
könne sie aber als ausgleichendes Instrument nutzen,
um die größten Verwerfungen beim Strompreis für
Unternehmen und Verbraucher zumindest ein wenig erträglicher
zu machen.

Quelle:  stmwivt.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.