Berlin:

Ernährungssouveränität: BMLEH fördert Weltkongress der Maschinenringe
Rainer: Bayerische Idee ist Exportschlager

Bundesminister Alois Rainer hat heute in Berlin einen Förderbescheid über 300.000 Euro an den Weltverband der Maschinenringe übergeben. Mit dem Geld aus dem Agrarexportförderprogramm unterstützt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) den Weltkongress der Maschinenringe, eine wichtige Plattform unter anderem für den Export deutscher Landtechnik. Der Kongress findet im November 2027 in Dakar statt. Ziel des Weltmaschinenrings ist es, einen kontinuierlichen Wissensaustausch über Ländergrenzen hinweg zu fördern. Damit sollen Perspektiven im ländlichen Raum geschaffen und die Zusammenarbeit zwischen Landwirten gestärkt werden.

Dazu sagt Bundesminister Rainer: „Die Maschinenringe sind ein echter Exportschlager `Made in Germany`. 1958 in Bayern gegründet hat sich die Idee längst weltweit verbreitet. Stets geht es darum, dass Landwirte gemeinsam die Möglichkeiten des technischen Fortschritts nutzen können – das ist gelebte Solidarität. So wird die Ernährungssouveränität verbessert und es werden neue Perspektiven für den ländlichen Raum geschaffen. Die Unterstützung des Weltkongresses ist zugleich Teil meiner Agrarexportstrategie: Der Kongress ist eine hervorragende Plattform, um deutsche Unternehmen sichtbar zu machen. Einige sind auf dem afrikanischen Kontinent bereits verankert, aber ich sehe hier noch viel Potenzial für weitere Unternehmen.“

Das BMLEH unterstützt den Weltkongress im Rahmen seines Exportförderprogramms, um auf afrikanischen Märkten für eine nachhaltige Mechanisierung zu werben und dabei innovative technische Lösungen „Made in Germany“ auch für klein strukturierte Märkte aufzuzeigen. Durch ihre Arbeit bereiten die Maschinenringe seit Jahren den Boden für die deutsche Landtechnik. Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es bereits Kooperationen der Maschinenringe mit großen deutschen Unternehmen. Zudem ist eine aktive Teilnahme deutscher Agrar- und Ernährungswirtschaft & Landtechnik sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen wie FAO und UNIDO an dem Kongress geplant.

Hintergrund:
Die Maschinenringe wurden 1958 im bayerischen Buchhofen als Selbsthilfeorganisation für Landwirte gegründet. Sie zielten darauf ab, (teure) Maschinen überbetrieblich zu nutzen, um Kosten zu senken und die Mechanisierung zu fördern. Das Modell ist mittlerweile weltweit aktiv, sodass sich 2024 ein Weltverband der Maschinenringe gründete: Dieser umfasst 18 Mitgliedsländer mit insgesamt über 670 Maschinenringen – darunter sechs afrikanische Länder. Besonders hervorzuheben ist Senegal, dort sind die Maschinenringe seit 2019 als Vorreiter auf dem Kontinent tätig.

Quelle:bmleh.bayern.de

Von redaktion