Berlin:

Bundesminister Rainer eröffnet größtes nationales Forum zur Zukunft der ländlichen Räume in Deutschland

Mit dem Zukunftsforum bringt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) während der Grünen Woche die zentralen Akteure der ländlichen Entwicklung zusammen. Über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Verbänden, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft beraten zwei Tage lang, wie ländliche Räume unter den Bedingungen knapper Flächen, wachsender Zielkonflikte und tiefgreifender Transformationsprozesse nachhaltig gestaltet werden können.

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Ralph Spiegler, und der Vizepräsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Götz Ulrich, haben das Zukunftsforum heute eröffnet.

Motto in diesem Jahr: „Land: Raum für Zukunft“.

Im Mittelpunkt stehen Fragen der Flächennutzung, der Entwicklung von Wohn- und Arbeitsräumen sowie der Stärkung von Begegnung, Zusammenhalt und regionaler Wertschöpfung. In 31 Fachforen und auf dem „Markt der Möglichkeiten“ werden konkrete Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele vorgestellt und diskutiert, die zeigen, wie raumbezogene Entscheidungen vor Ort zu mehr Lebensqualität, Handlungsfähigkeit und Zukunftsperspektiven beitragen können. Ergänzend bieten eine Jobbörse, ein Treffpunkt mit den Impulsgebern der Fachforen sowie vielfältige Vernetzungsformate Raum für Austausch und Kooperation.

Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer: „Unsere ländlichen Räume sind ein zentraler Pfeiler für den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Gerade deshalb ist es entscheidend, ihre Stärken sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Dazu haben wir unsere ländlichen Regionen wieder in das Zentrum der Politik gerückt. Wir wollen sie als Lebensraum stärken, ihre Wirtschaftskraft fördern und sie als Heimat lebendig halten, ohne dabei aber eine Stadt-gegen-Land-Debatte zu führen. Stadt ist genauso Heimat wie der ländliche Raum.

Unser Zukunftsforum zeigt, dass unsere ländlichen Räume in Deutschland gut aufgestellt sind: Mit ihren Flächen für die Landwirtschaft als Grundlage der Ernährungsvorsorge und der Krisensicherung, als elementare Basis für unsere mittelständische Wirtschaftskraft und für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Ganz entscheidend sind die Menschen, die mit viel Herzblut, Ideen und großem Engagement tagtäglich ihr Lebensumfeld gestalten. All das hält unsere Heimat stark und zukunftsfähig. Und dafür will ich mich als Heimatminister auch weiterhin mit all meinen Kräften einsetzen.“

Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Ralph Spiegler: „Kommunen bringen die Interessen von Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Wohnen, Infrastruktur, Erholung und Naturschutz im Wettbewerb um Flächen miteinander in Einklang. Für einen fairen Ausgleich – und idealerweise für tragfähige Kompromisse wie beispielsweise durch Mehrfachnutzungen bei Agri-PV – ist ihre Steuerungskompetenz unverzichtbar. Statt weiterer pauschaler Flächenziele, Privilegierungen oder übergeordneter Planungsvorgaben benötigen die Kommunen mehr Flexibilität und Vertrauen für ihre Tätigkeiten vor Ort. Denn es sind Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die kommunalen Gremien, die die örtlichen Entwicklungen, ihre Wertschöpfungs- und Nutzungspotenziale und ihre Bedarfe für die Infrastruktur von morgen am besten kennen.“

Vizepräsident des Deutschen Landkreistages Götz Ulrich: „Fläche ist im ländlichen Raum der Schlüsselrohstoff – und die Ansprüche daran sind in den letzten Jahren spürbar gewachsen: Ernährungssicherung und Landwirtschaft, Energieerzeugung, Natur- und Erholungsräume, Biodiversität, Hochwasserschutz sowie Wohnen, Verkehr und wirtschaftliche Entwicklung. Diese Nutzungskonkurrenzen lassen sich nicht per Federstrich auflösen. Entscheidend ist, dass Ausgleich und Akzeptanz möglichst vor Ort gelingen und durch die Landkreise und Gemeinden gesteuert werden.

Gebäude im ländlichen Raum kommunal zu nutzen, heißt immer auch, dort Begegnungsorte zu schaffen. Wenn Menschen durch die digitale Informationsflut von zwischenmenschlichen Kontakten ferngehalten werden und schlimmstenfalls vereinsamen, sind Räume wichtig, in denen sich die Dorfgemeinschaft begegnet. Wir Landkreise nutzen hierfür zum Beispiel die Volkshochschulen, die wir mit Begegnungscafés ausstatten oder mit Schulen oder Bibliotheken verknüpfen, damit sich dort Menschen jeden Alters treffen können.“

Hintergrund:
Ländliche Räume zu stärken und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land beizutragen, gehört zu den Kernaufgaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt, nachhaltig zu sichern.

Mit dem Zukunftsforum als größter nationaler Plattform für ländliche Räume bietet das BMLEH Akteurinnen und Akteuren der ländlichen Entwicklung seit 2008 jährlich eine zentrale Plattform für Vernetzung, Wissenstransfer, Diskussion und Austausch zu praktischen Lösungen.

Informationen zu BMLEH-Projekten und zum Thema „Ländliche Entwicklung“ finden Sie hier<https://www.bmleh.de/DE/themen/laendliche-regionen/laendliche-regionen_node.html>.

Das gesamte Programm und weitere Informationen, insbesondere zum „Markt der Möglichkeiten“, finden Sie auf der Webseite<https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/> zum Zukunftsforums Ländliche Entwicklung.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.