Berlin:

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau: Rainer zeichnet beste Bio-Betriebe 2026 aus

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat heute auf der Grünen Woche in Berlin die drei Gewinnerbetriebe des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2026 ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro ehrt das BMLEH Landwirtinnen und Landwirte, die erfolgreich ökologisch wirtschaften und sich mit ungewöhnlichen Konzepten, Eigeninitiative und Kreativität hervortun. Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner überzeugten die Jury mit einer besonders nachhaltigen Obsterzeugung, einer innovativen Betriebsgemeinschaft und einem Ziegenbetrieb mit eigener, regionaler Wertschöpfungskette.

Bundesminister Rainer dazu: „Die ausgezeichneten Bio-Betriebe machen deutlich, wie breit der heimische Ökolandbau aufgestellt ist und welche Bedeutung er gerade für unsere ländlichen Regionen hat. Das ist nicht zuletzt dem herausragenden Engagement der Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zu verdanken, die mit großer Kompetenz und Tatkraft außergewöhnliche Konzepte auf ihren Betrieben umgesetzt haben. Davon profitieren nicht nur die Betriebe selbst, sondern auch die Menschen in der Region.“

Die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbes im Kurzportrait:

* Die Naturland-Betriebe Neudecker in Hohenpolding (Bayern) beeindruckte die Jury mit einer unternehmerisch und vielseitig ausgerichteten Betriebsgemeinschaft. So baut Anton Neudecker auf seinem Betrieb Bio-Zuckermais an, für den er mit einem Partner auch eine Vermarktungsschiene aufgebaut hat. Barbara Neudecker hat auf ihrem Betriebsteil erfolgreich eine nachhaltige Pferdepensionshaltung aufgebaut, für die sie ein Bewegungsstallkonzept weiterentwickelt hat. Die Biogasanlage der Betriebsgemeinschaft wird im Verbund mit 20 weiteren Bio-Höfen der Region betrieben. Zur sinnvollen Nutzung der Abwärme hat Anton Neudecker ein eigenes Konzept entwickelt. So werden in der „Bröselei“ unter anderem über 2.000 Tonnen Altbrot getrocknet, gemahlen und als Kraftfutterkomponente an ein Mischfutterwerk geliefert. Durch einen Grünspeicher für diverse Photovoltaikanlagen gelingt es, die Betriebsgemeinschaft ganzjährig mit eigenem Strom zu versorgen.

* Der Bio-Obsthof Glocker der Familie Glocker in Horgenzell (Baden-Württemberg) wird für sein besonders nachhaltiges Konzept zum Obstbau und seine Pionierarbeit in diesem Bereich ausgezeichnet. Der Betrieb baut Kern-, Stein- und Beerenobst an. Betriebsleiter Nikolaus Glocker hat alle Anbaubereiche im Sinne eines vorbeugenden Pflanzenschutzes optimiert, etwa durch eine gezielte Förderung des Bodenlebens, durch Anlage von Blühstreifen und Nutzung widerstandsfähiger Sorten. Die große Artenvielfalt senkt den Druck durch Schad- und Krankheitserreger. Der Betrieb ist seit langem regelmäßig Partner bei Forschungsprojekten zur Optimierung des Bio-Obstbaus und entwickelt auch selbst praxisnahe Technik für den Bio-Anbau, etwa eine Putzmaschine, mit der Regenflecken von den Früchten entfernt werden können. Zudem engagiert sich Nikolaus Glocker intensiv für den Wissenstransfer in der Branche.

* Der Bioland-Hof Obermayer in Clenze im Wendland (Niedersachsen) erhält die Auszeichnung für die überzeugende Umsetzung eines Betriebskonzeptes, bei dem die Erzeugung von Ziegenmilch und eine regionale Vermarktung im Mittelpunkt stehen. Das Betriebsleiterpaar Veronika und Sören Obermayer hat in wenigen Jahren eine eigene Produktion und eine Vermarktung-GbR für diverse Ziegenmilchprodukte aufgebaut. Die Ziegenspezialitäten werden ausschließlich regional im Umkreis von 30 Kilometern vermarktet. Für die Haltung der 60-köpfigen Mutterziegenherde hat das Paar neue Konzepte entwickelt, etwa die Fütterung mit Laub von Agroforstflächen. Durch den Hofladen, regelmäßige Hofführungen und Kulturveranstaltungen sowie enge Partnerschaften mit mehreren Schulen ist der Betrieb zu einer wichtigen und beliebten Anlaufstelle in der Region geworden.

Weitere Informationen zur Preisverleihung und den Konzepten der drei ausgezeichneten Bio-Betriebe finden Sie im Internet unter www.wettbewerb-oekolandbau.de<http://www.wettbewerb-oekolandbau.de> und auf der Webseite des BMLEH<https://bmel.de/wettbewerb-oekolandbau>.

Quelle:bmleh.bund.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.