München -Riedenburg:

Erste Brauerei Bayerns ohne fossile Energie

Aiwanger: „Die Energiewende funktioniert nur mit klugen Ideen und neuen Technologien. Ich danke dem Brauhaus Riedenburg für seinen unternehmerischen Mut“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger hat heute die Baustelle des Brauhauses Riedenburg besucht und eine Förderurkunde an die Brauereifamilie Krieger übergeben. Die Brauerei im Altmühltal will künftig komplett auf fossile Brennstoffe verzichten. Der Freistaat Bayern fördert das dazugehörige neuartige Energiekonzept.

@stmwi.bayern.de

Bierbrauen ohne fossile Brennstoffe – das soll im Riedenburger Brauhaus bald möglich sein. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt „Klima:Bier“ der familiengeführten Brauerei im Altmühltal, die seit September neu gebaut wird. Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger hat heute die Förderurkunde für das Vorhaben an Familie Krieger übergeben und sich ein Bild von den Arbeiten vor Ort gemacht. Während seines Rundgangs lobte er das Engagement der Familie: „Die Energiewende funktioniert nur mit klugen Ideen und neuen Technologien. Das Riedenburger Brauhaus macht es vor. Ab nächstem Jahr soll der CO2-Ausstoß von derzeit 120 Kilogramm pro 1000 Liter Bier auf null reduziert werden. Es freut mich, dass eine mittelständische Brauerei mit Entdeckergeist und frischen Ideen vorangeht und die enormen Einsparpotenziale ausnutzt. So könnte sie ein Vorbild für viele weitere Brauereien in Bayern und darüber hinaus werden, die sich fragen, wie es weitergehen soll. Gerade deshalb unterstützen wir Familie Krieger bei ihrem Vorhaben.“ Im Riedenburger Brauhaus wird seit 1756 Bier gebraut – rund 30.000 Hektoliter pro Jahr. Michael Krieger führt den traditionsreichen Betrieb in achter Generation. Seit 1994 ist das Brauhaus als erste Bio-Brauerei in Bayern zu 100% ökologisch. Im Zuge des Neubaus soll eine innovative zukunftsweisende klimaneutrale Energieversorgung demonstriert und erprobt werden. 2026 sollen die Arbeiten in Riedenburg abgeschlossen sein. Das Brauhaus verzichtet dann vollständig auf fossile Brennstoffe und nutzt Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage. Die Abwärme aus der Produktion soll gespeichert und mittels Wärmepumpe in nutzbare Energie (Temperaturniveau bis zu 95°C) umgewandelt werden. Eine in dieser Kombination weltweit einzigartige Vakuum-Brüdenverdichtung erzeugt dabei Dampf mit Temperaturen von über 100°C. Der Energiebedarf der Bierherstellung wird so um bis zu zwei Drittel reduziert. Der Freistaat fördert das Energiekonzept im Rahmen des Bayerischen Energieforschungsprogramms mit einem Zuschuss in Höhe von über einer Million Euro.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.