München:

Staatsminister sieht in der Ankündigung zollpolitischer US-Maßnahmen eine Bedrohung für den Industriestandort Bayern

Aiwanger: „Die US-Zolldrohungen verunsichern die starke bayerische Export-Wirtschaft. Bund und EU müssen gegensteuern und unseren Standort wieder wettbewerbsfähig machen“ MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die Bundesregierung und die EU-Kommission mit Blick auf die drohenden zollpolitischen US-Maßnahmen aufgefordert, endlich tätig werden, um die Wettbewerbsfähigkeit bayerischer und deutscher Unternehmen zu verbessern. Der Industriestandort sei gefährdet.

Aiwanger: „Die US-Drohung mit Zöllen erschwert die außenwirtschaftliche Lage – schon die Verunsicherung durch Präsident Trumps Ankündigungen ist schädlich. Bund und EU müssen jetzt alles dafür tun, unseren Unternehmen den Rücken zu stärken. Wir brauchen Steuerentlastungen, günstigere Energie und weniger Regulierungen wie zum Beispiel das drohende Verbrennerverbot 2035 und Strafzahlungen für die Autoindustrie wegen CO2-Grenzwerten. Zudem nötig ist auch der Abschluss von neuen EU-Handelsverträgen mit dem Fokus auf Zollabbau. Ziel muss die Diversifizierung der Absatzmärkte für die bayerische Wirtschaft sein. Die neue Bundesregierung hat zudem als wichtige Aufgabe, hausgemachte Bürokratie fürs internationale Geschäft zu beseitigen und sich bei der EU für die Beendigung bürokratischer Regulierungen internationaler Lieferketten einsetzen. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung muss gestoppt werden.“   Der Staatsminister machte deutlich, wie bedeutend die Exporte für die bayerische Wirtschaft seien. Zwischen 2000 und 2023 hätten sich die bayerischen Exporte von 89,6 Milliarden Euro auf 226,3 Milliarden Euro im Jahr mehr als verdoppelt. Die USA seien für Bayern der größte einzelne Exportmarkt. 12,6 Prozent der bayerischen Gesamtexporte im Wert von etwa 28 Milliarden Euro im Jahr 2023 gingen in die Vereinigten Staaten. Haupt-Exportprodukte seien Fahrzeuge, medizinische Geräte sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung.   „Das Konzept des Freihandels ist wichtig für unsere Unternehmen. Dagegen sind Zölle Gift für das internationale Geschäft. Wenn der US-Präsident seine Zollpolitik auch gegen die EU richtet, ist mit Gegenmaßnahmen aus Brüssel zu rechnen. Am Ende stehen erhebliche Einbußen im Welthandel, was den Erfolg von Bayerns Unternehmen gefährdet. Das darf nicht sein.“   Aiwanger sagte, es stimme ihn hoffnungsfroh, dass die angekündigten US-Zölle gegen Kanada und Mexiko zunächst wieder ausgesetzt worden seien. „Viele bayerische Unternehmen – gerade aus der Autobranche – produzieren in diesen Ländern für den US-Markt. Sie würden durch die Zölle massiv beeinträchtigt werden.“   Trumps Politik ziele darauf ab, Unternehmen in die Vereinigten Staaten zu locken, um dort mit günstiger Energie und ohne Zoll-Blockaden günstiger für den US-Markt zu produzieren. Der Bund und die EU müssten jetzt diesen Schuss hören. Wenn jetzt nicht gegengesteuert werde, würden noch mehr bayerische und deutsche Unternehmen als bisher dem Lockruf des US-Präsidenten folgen.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.