Berlin – Brüssel:

E3-Außenministererklärung zur Umsetzung von Gesetzen gegen das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten

„Wir, die Außenministerin Deutschlands und die Außenminister Frankreichs und des Vereinigten Königreichs, bekräftigen unsere große Besorgnis angesichts der Umsetzung von Gesetzen durch die Regierung Israels, mit denen jeglicher Kontakt zwischen israelischen staatlichen Stellen, Bediensteten und dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) untersagt und jegliche Präsenz von UNRWA innerhalb Israels und Ost-Jerusalems verboten wird.
Wir fordern die Regierung Israels auf, ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten und ihrer Verantwortung gerecht zu werden, uneingeschränkte, rasche, sichere und ungehinderte humanitäre Hilfe sowie die Bereitstellung von Grundversorgungsleistungen für die Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Wir rufen die Regierung Israels dringend auf, mit internationalen Partnern, darunter den Vereinten Nationen, zusammenzuarbeiten, um die Kontinuität der Maßnahmen sicherzustellen. Keine andere Stelle oder VN-Organisation verfügt derzeit über die Kapazitäten oder die Infrastruktur, um das Mandat und die Erfahrung von UNRWA zu ersetzen.
Wir bekräftigen unsere Unterstützung für das VN-Mandat von UNRWA, grundlegende Versorgungsleistungen und humanitäre Hilfe für Palästinaflüchtlinge in den besetzten palästinensischen Gebieten bereitzustellen. UNRWA ist der wichtigste Anbieter von Dienstleistungen für palästinensische Flüchtlinge im Westjordanland, einschließlich Ost-Jerusalems, und ein wesentlicher Bestandteil der Reaktion auf die humanitäre Krise in Gaza.
Wir verurteilen die brutalen und nicht zu rechtfertigenden Terrorangriffe der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 auf das Allerschärfste. Wir rufen UNRWA auf, im Einklang mit der im April 2024 durchgeführten unabhängigen Prüfung unter Leitung von Catherine Colonna seinen Reformkurs als Beleg seines Bekenntnisses zum Neutralitätsgrundsatz fortzusetzen. Jede mutmaßliche Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitenden an abscheulichen Handlungen zur Unterstützung der Ereignisse des 7. Oktober und der Folgezeit muss umfassend untersucht werden.
Wir bekräftigen unsere uneingeschränkte Zustimmung zu der zwischen Israel und der Hamas erzielten Waffenstillstandsvereinbarung und unsere volle Unterstützung für sie. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jetzt alle übrigen Geiseln freigelassen werden. Wir begrüßen die merkliche Zunahme der humanitären Hilfe, die Gaza seit Beginn des Waffenstillstands erreicht, und fordern alle Parteien auf, ihre Kontinuität sicherzustellen. Wir sind dankbar für die weitreichenden Bemühungen der Vereinigten Staaten, Ägyptens und Katars bei der Vermittlung dieser Vereinbarung und rufen alle Parteien eindringlich auf, sich konstruktiv in die Verhandlungen über die nächsten Phasen der Abmachung einzubringen, um dazu beizutragen, ihre vollständige Umsetzung und ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten zu gewährleisten.
Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen in vollem Umfang unseren Beitrag dazu leisten, die Chance, die dieser Waffenstillstand bietet, zu nutzen, um sicherzustellen, dass er zu einem glaubwürdigen Weg in Richtung einer Zweistaatenlösung führt, bei der Israelis und Palästinenser Seite an Seite in Frieden leben können. “

Quelle:auswaertiges-amt.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.