Berlin:

Bundespreis „Blauer Kompass“: 20 Projekte zur Klimaanpassung nominiert

Start der Online-Abstimmung zum Community-Preis

Der Bundespreis „Blauer Kompass“ ist die höchste staatliche
Auszeichnung für Projekte zur vorbildlichen Vorsorge und Anpassung an die
Folgen der Klimakrise. Mehr als 300 Bewerbungen sind bei der aktuellen
Wettbewerbsrunde eingegangen – ein erneuter Teilnahmerekord! Für die
Endauswahl sind 20 hervorragende Projekte nominiert, über die Ende Juni
eine hochrangig besetzte Jury entscheidet. Auch die Öffentlichkeit kann
mitentscheiden: Beim Online-Voting kann ab sofort bis zum 18. Juni 2024
für die Kategorie „Community-Preis“ abgestimmt werden.

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann aus dem
Bundesumweltministerium (BMUV): „Die fortschreitende Klimakrise macht
konsequenten Klimaschutz und konsequente Klimaanpassung zur zentralen
Jahrhundertaufgabe. Mit dem ersten Bundes-Klimaanpassungsgesetz haben wir
in dieser Legislaturperiode einen neuen Rahmen für systematische Vorsorge
und Anpassung geschaffen. Aber auch Bundesländer, Kommunen Unternehmen,
Forschung und Zivilgesellschaft sind gefragt, im Sinne einer
gemeinschaftlichen Aufgabe zur Klimaanpassung beizutragen. Die nominierten
Projekte zeigen, mit welchem Engagement und guten Ideen die Akteure vor Ort
sich bereits auf den Weg gemacht haben, Deutschland klimafest zu machen. So
geht gute Klimaanpassung!“

UBA-Vizepräsidentin Dr. Lilian Busse: „Der erneute Bewerbungsrekord des
Bundespreises „Blauer Kompass“ zeigt, dass es bereits viele gute
Lösungen zur Vorsorge und Anpassung an den Klimawandel in Deutschland
gibt. Die dieses Jahr nominierten Projekte sind die ‚best practices‘
und adressieren zum Beispiel die sozialen Aspekte der Klimaanpassung,
setzen auf naturbasierte Lösungen und nutzen die Potenziale der
Digitalisierung für eine klimaresiliente Zukunft. Solche Projekte regen
zur Nachahmung an und zeigen, dass die Anpassung an den Klimawandel bereits
jetzt eindrucksvoll gelingen kann.“

Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative, wirksame und nachhaltige
Lösungen zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise in Deutschland, wie
zum Beispiel Hitze, Dürre und Starkregen, zu präsentieren. Die
Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für jedes
der insgesamt fünf prämierten Projekte verbunden. Der Bundespreis
„Blauer Kompass“ wird alle zwei Jahre verliehen, der Wettbewerb findet
im Jahr 2024 bereits zum fünften Mal statt.

Die eingereichten Bewerbungen wurden in einem ersten Auswahlverfahren mit
Unterstützung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW-
www.ioew.de
<file://office.dir/files/ORG/OrgDATA/K/P%20II%201%20P/07%20Pressemitteilungen/www.ioew.de>
) und der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de
<file://office.dir/files/ORG/OrgDATA/K/P%20II%201%20P/07%20Pressemitteilungen/www.co2online.de>
), die als Wettbewerbsbüro fungiert, entlang der sechs Kriterien guter
Praxis der Anpassung an den Klimawandel bewertet: Wirksamkeit, Robustheit,
Nachhaltigkeit, finanzielle Tragbarkeit, positive Nebeneffekte und
Flexibilität. Die 20 nominierten Projekte konkurrieren ab heute und bis
einschließlich 18. Juni 2024 in einer öffentlichen Internetabstimmung auf
www.umweltbundesamt.de/tatenbank
<file://office.dir/files/ORG/OrgDATA/K/P%20II%201%20P/07%20Pressemitteilungen/www.umweltbundesamt.de/tatenbank>
um den Community-Preis. Das Projekt, das dort die meisten Stimmen erhält,
ist vorzeitig und unabhängig von der Jurysitzung eins von fünf
Preisträger-Projekten und gewinnt 25.000 Euro. Deshalb freuen sich die
Nominierten über jede abgegebene Stimme.

Welche weiteren vier Projekte die Auszeichnung in den jeweiligen
Kategorien erhalten, entscheidet eine Jury
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=RcSU6DqXaViSLl5cKI3eoJOgKjZXftUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf9boKSsg41K6FIQ>
bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände
sowie aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung, Ehrenamt und
Klimakommunikation. BMUV und UBA sind in der Jury durch die
Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann und durch
UBA-Vizepräsidentin Dr. Lilian Busse vertreten.

Alle fünf Preisträgerprojekte werden am 19. September 2024 während der
Woche der Klimaanpassung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im
Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Die Gewinner*innen
erhalten zusätzlich zum Preisgeld eine Trophäe sowie Unterstützung bei
der bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Unter anderem
entstehen Kurzfilme über ihre Projekte.

Nominiert für den Bundespreis „Blauer Kompass“ 2024

Folgende 20 herausragende Projekte und Maßnahmen zur Klimawandelanpassung
aus 12 Bundesländern sind für den Bundespreis „Blauer Kompass“
nominiert und konkurrieren bis zum 18. Juni 2024 auf
https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=90oc+jgwMqygFPR+4PmMaZOgKjZXftUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf8roKSsg41K6FIQ
um den Community-Preis:

Kategorie 1: Kommunen

Hessen: Stadt Maintal, „Mehr Räume für Bäume“, 63477 Maintal
Sachsen: Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Bewässerung,
„Integrierte Wasserkonzeption (InWako) für die Stadt Leipzig und die
angrenzende Region“, 04317 Leipzig
Bayern: Stadt Schwabach, „Digitaler Zwilling als (interdisziplinäres)
Tool für Klimaanpassungsmaßnahmen“, 91126 Schwabach
Nordrhein-Westfalen: Stadt Dortmund, „Dynamischer Hitzeaktionsplan
Dortmund“, 44122 Dortmund
Niedersachsen: Stadt Göttingen und die Göttinger Entsorgungsbetriebe,
„Gö goes green – Starkregenvorsorge Göttingen“, 37083 Göttingen

Kategorie 2: Private und kommunale Unternehmen

Bayern: Urban Lab, „Was wäre, wenn …?“, 90461 Nürnberg
Mecklenburg-Vorpommern: Die Meck-Schweizer GmbH, „Dialog-Acker“, 17139
Basedow
Rheinland-Pfalz: inventied GmbH, „Innovationsplattform für Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“, 67806 Rockenhausen
Niedersachsen: Heinz Ewald GmbH Bedachungen, „Intensive Dachbegrünung –
Retentionsdach als Regenwassermanagement“, 30459 Hannover
Berlin: EPC Projektgesellschaft für Klima.Nachhaltigkeit.Kommunikation
gGmbH (gemeinnützig), „KLIMA.PROFIT NRW“, 10785 Berlin

Kategorie 3: Forschungs- und Bildungseinrichtungen

Hamburg: HafenCity Universität Hamburg, „BlueGreenStreets”, 20457
Hamburg
Nordrhein-Westfalen: Leibniz-Gymnasium Dormagen, „Mit IoT zu einer
klimafesten Stadt“, 41540 Dormagen
Baden-Württemberg: Universität Stuttgart /
Technologie-Transfer-Initiative GmbH (HydroSKIN TGU), „HydroSKIN –
Gebäudefassadenelemente gegen Hochwasser und Hitze“,70569 Stuttgart
Baden-Württemberg: Pädagogische Hochschule Heidelberg, UNESCO Lehrstuhl
für Erdbeobachtung und Geokommunikation, „Klim:S21 – Das digitale
Lernspiel zur Klimaanpassung“, 69115 Heidelberg
Baden-Württemberg: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,
„U°CA – Shading Strategies for Urban Microclimate Adaptation“, 70191
Stuttgart

Kategorie 4: Vereine, Verbände, Stiftungen

Berlin: Technologiestiftung Berlin, „Quantified Trees (QTrees) –
Intelligente Bewässerungsvorhersage für Stadtbäume“, 10825 Berlin
Brandenburg: BÄR meets ADLER e. V. – Verein für ein gutes Morgen in
Berlin und Brandenburg, „Hitzehelfer*innen im Wohnquartier“, 14776
Brandenburg an der Havel
Schleswig-Holstein: WWF Deutschland, CAU Kiel, DHSV Eiderstedt,
Schutzstation Wattenmeer e. V., TU Braunschweig, „Sandküste St.
Peter-Ording“, 25813 Husum
Bayern: Oskar-Hacker-Stiftung, „DENK-MAL MIT ZUKUNFT – Klimagerechte
Aufwertung des denkmalgeschützten Schlossparks Hohenstein“, 80805
München
Berlin: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e. V., „Hitzeresiliente und
gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsbedingungen in der stationären
Pflege“, 10961 Berlin

Weitere Informationen:

Bundespreis “Blauer Kompass”
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=Z1y0s3HmEI+ng8cOhHHfpZOgKjZXfvUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf+7oKSsg41K6FIQ>
(externer Link)
Vorstellung der Jury
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=RcSU6DqXaViSLl5cKI3eoJOgKjZXftUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf9boKSsg41K6FIQ>
(externer Link)
FAQs zum Bundespreis
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=U0wnOZdn4lG0anfzNNrnxZOgKjZXfnUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf/7oKSsg41K6FIQ>
(externer Link)
FAQs zur Bewerbung und zum Online-Voting
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=U0wnOZdn4lG0anfzNNrnxZOgKjZXfnUaqb99lqMW7Z+BuBNZyf/7oKSsg41K6FIQ>
(externer Link)

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.