Berlin:

Strategie zu genetischen Ressourcen vorgestellt
Vielfältiger Genpool elementar für Weiterentwicklung der Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat heute die „Nationale Strategie zu genetischen Ressourcen für Ernährung, Landwirtschaft, Forst und Fischerei“ vorgelegt. Die Strategie zeigt Wege und Maßnahmen auf, um mit einer breiten Vielfalt genetischer Ressourcen zu einer resilienten, nachhaltigen und kreislauforientierten Produktion von Nahrungsmitteln und Rohstoffen beizutragen.

Dazu erklärt der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir: „Der Artenreichtum ist das Fundament, auf dem unser Leben und unsere Landwirtschaft steht. Gerade in der Landwirtschaft ist es wichtig, eine breite Vielfalt an Kultursorten und Tierrassen zu erhalten, um die Produktionssysteme weiterzuentwickeln und an neue Anforderungen wie die Klimakrise anzupassen. Die Züchtung und eine größere Vielfalt bei Nutzpflanzen und Tierrassen ist hierfür ein wichtiger Baustein. Dies geht nur mit einem ausreichend großen Genpool – hier setzt die Strategie zu genetischen Ressourcen an. Mehr Vielfalt ist gut für uns Menschen, für unsere Natur und damit auch unsere Agrarsysteme. Was wir heute schützen, wird uns auch morgen großen Nutzen bringen.“

 

Klimakrise, Artensterben, zunehmende Verschmutzung und übermäßiger Ressourcenverbrauch gefährden die natürlichen Lebensgrundlagen und damit auch die Ernährungssicherheit. Die Vielfalt der Nutzpflanzen und Nutztiere, der Gehölze in den Wäldern und der Fische und anderen Arten in den Gewässern sind als genetische Ressourcen ein Teil der biologischen Vielfalt. Sie sind der Grundbaustein für die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln und mit nachwachsenden Rohstoffen. Diese Vielfalt ist unverzichtbar für die notwendige Anpassung an den Klimawandel, für die Stabilität der Agrar- und Ernährungssysteme, für die Förderung regionaler Identität und eine Chance für nachhaltige, regionale Wertschöpfungsketten. Sie ist auch die Grundlage für Züchtung und Innovationen in der landwirtschaftlichen Produktion, für den klimaangepassten Waldumbau und für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Gewässer.

Das BMEL hat daher eine Strategie entwickelt, die auf die Erhaltung und gezielte Förderung genetischer Ressourcen für eine zukunftsfeste Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft abzielt. Die Umsetzung der Strategie umfasst unter anderem:
• Stärkung der Erhaltung der Vielfalt genetischer Ressourcen in ihrer Lebensumwelt, d. h. im Wald, im Gewässer, oder auf dem Acker
• Wissen zu speziellen Eigenschaften genetischer Ressourcen erhöhen und Züchtungsforschung stärken.
• Forschung für nachhaltige und diversifizierte Produktionssysteme fördern, auch in Verbindung mit praktischer Erprobung im Produktionssystem.
• Nutzung genetischer Ressourcen als Kulturerbe bspw. durch Vielfaltprodukte, regionale Vermarktung und Verbraucherinformation

Die Strategie richtet sich insbesondere an Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene, die durch politische Rahmensetzungen, Förderbewilligung sowie Ressourcen- und Budgetverteilungen dazu beitragen können, genetische Ressourcen langfristig zu schützen, nachhaltig zu nutzen und die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu fördern. Die Strategie richtet sich auch an private Akteure, Konsumentinnen und Konsumenten sowie Landwirtinnen und Landwirte. Ihr Beitrag durch Wissen, Aktivitäten, Kaufentscheidungen und Betriebsführung ist entscheidend, um genetische Ressourcen langfristig zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Die Strategie finden Sie hier<https://bmel.de/goto?id=108708>.

Quelle:bmel.bund.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.