München:

Energiepolitik Gas-Ersatz:
Industrie braucht Klarheit – Staatsminister schreibt Brief an die Bundesminister
Habeck und Lemke Aiwanger: „Öl und Kohle statt Gas
muss unbürokratisch möglich sein!“

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger erwartet vom Bund Lösung für
Gasknappheit: In einem Brief an die Bundesminister Robert Habeck (Wirtschaft
und Klimaschutz) und Steffi Lemke (Umwelt) drängt Aiwanger darauf,
den Ersatz von Erdgas durch andere Energieträger wie Öl und Kohle
schnell zu ermöglichen. Dadurch kann die Wirtschaft entlastet und
das knappe und strategisch wichtige Gas eingespeichert werden.
Aiwanger:
Wir müssen uns noch konkreter darauf vorbereiten, im Bedarfsfall
mit weniger Erdgasimporten auszukommen, ohne im nächsten Winter zu
frieren oder die Wirtschaft zu ruinieren. Wir müssen jetzt alles tun,
um unsere Erdgasspeicher für den Winter zu füllen. Viele Unternehmen
prüfen die Möglichkeiten, Erdgas durch andere Energieträger
zu ersetzen. Immissionsschutzrecht­liche Genehmigungen dürfen
dem nicht im Wege stehen. Die Unternehmen brauchen jetzt Klarheit aus Berlin
und aus Brüssel, dass ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden,
wenn sie Gas durch Öl und Kohle ersetzen, sofern Erneuerbare Energien
noch nicht möglich sind.
Der Staatsminister erwartet in dem Brief
von den Bundesministern Habeck und Lemke, umgehend auf die Europäische
Kommission zuzugehen, um gemeinsam den Unternehmen zuzusichern, dass bei
einem Fuel Switch weg von Erdgas das vorrangige Bedürfnis für
die Aufrechterhaltung der Energieversorgung generell gegeben ist. Artikel
30 Absatz 6 der EU-Richtlinie über Industrieemissionen sieht explizit
vor, dass von den Emissionsgrenzwerten abgewichen werden kann, wenn ein
vorrangiges Bedürfnis für die Aufrechterhaltung der Energieversorgung
gegeben ist. Viele Unternehmer sind bereit, ihre Betriebe jetzt
krisenfester aufzustellen. Die Politik muss liefern. Sofortso Aiwanger
abschließend.

Quelle: stwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.