Berlin:

Naturschutz/Biologische Vielfalt

Neuregelung zum Wolf schafft Rechtssicherheit

Bundestag beschließt Änderung des Naturschutzrechts

Der Bundestag hat heute neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf
beschlossen. Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes werden
berechtigte Sorgen der Bevölkerung, die Interessen der Weidetierhaltung
und der Schutz des Wolfs als streng geschützter Tierart in einen
angemessenen Ausgleich gebracht. Die Novelle muss noch den Bundesrat
passieren.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Neuregelung zeigt, dass wir
berechtigte Sorgen der Bevölkerung und die Interessen der Weidetierhaltung
ernst nehmen. Dies schließt auch die Hobbytierhalter ein. Der Herdenschutz
ist dabei von zentraler Bedeutung, denn Nutztierrisse in Wolfsgebieten
lassen sich nur durch gute und flächendeckende Herdenschutzmaßnahmen
effektiv verhindern. Daher habe ich mich gemeinsam mit meiner Amtskollegin
Julia Klöckner auch dafür eingesetzt, dass die
Finanzierungsmöglichkeiten etwa für Herdenschutzhunde und –zäune auf
europäischer und nationaler Ebene verbessert werden. Dies betrifft sowohl
die Kosten für die Anschaffung als auch den Aufwand für die laufende
Unterhaltung.“

Die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland, der hier seit Mitte des 19.
Jahrhunderts nach jahrhundertelanger Verfolgung faktisch ausgerottet war,
ist ein Erfolg des Artenschutzes. Zugleich entstehen dadurch neue
Herausforderungen, insbesondere für die Weidetierhaltung. Der
Gesetzentwurf schafft mehr Rechtssicherheit bei der im Einzelfall
notwendigen Entnahme von Wölfen, wenn trotz Herdenschutzmaßnahmen ernste
wirtschaftliche Schäden drohen.

Zudem wird eine Regelung für den Fall getroffen, dass sich Nutztierrisse
keinem bestimmten Wolf eines Rudels zuordnen lassen oder dieser sich im
Gelände nicht mit hinreichender Sicherheit von anderen Wölfen
unterscheiden lässt. Der Abschuss von einzelnen Rudelmitgliedern darf dann
nur im räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu einem Rissereignis
erfolgen, bis die Nutztierrisse aufhören.

In jedem Fall dürfen Wölfe nur abgeschossen werden, wenn die zuständige
Naturschutzbehörde eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt
hat. Wie der Bundestag nun noch einmal klargestellt hat, setzt eine
Ausnahme immer voraus, dass weitere Schäden nicht durch zumutbare
Herdenschutzmaßnahmen vermieden werden können.

In Umsetzung der Empfehlungen internationaler Naturschutzübereinkommen ist
vorgesehen, dass Wolfshybriden durch die zuständigen Behörden zu
entnehmen sind. Zudem sollen Regelungen zur Mitwirkung von
Jagdausübungsberechtigten bei behördlich angeordneten Entnahmen getroffen
werden.

Die Sicherheit des Menschen hat beim Umgang mit dem Wolf stets oberste
Priorität. Um eine Gewöhnung von Wölfen an den Menschen und die damit
verbundenen Risiken von vornherein zu verhindern, soll nun das Füttern und
Anlocken mit Futter von wildlebenden Wölfen verboten und als
Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Quelle:bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.