Berlin:

Schulze: Atomausstieg geht planmäßig voran

Block 2 des AKW Philippsburg geht bis Jahresende vom Netz

Der zweite Block des Atomkraftwerks Philippsburg in Baden-Württemberg geht
spätestens zum 31.Dezember 2019 endgültig vom Netz. Damit wird ein
weiterer Schritt des 2011 gesetzlich beschlossenen Atomausstiegs vollzogen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Atomausstieg macht unser Land
sicherer. Und er hilft, radioaktiven Abfall zu vermeiden, der 30.000
künftige Generationen belastet. Im Vergleich zur Laufzeitverlängerung von
2010 vermeidet der 2011 beschlossene Atomausstieg radioaktive Abfälle in
einer Größenordnung von rund 500 Castor-Behältern. Der Atomkonsens steht
felsenfest, der Atomausstieg geht planmäßig voran. Gerade in Zeiten, in
denen einzelne die Atomkraft als vermeintlichen Klima-Retter propagieren,
ist es wichtig zu betonen: Die Atomkraft löst kein einziges Problem, aber
sie schafft neue Probleme für eine Million Jahre. Der Atomkonsens bietet
der deutschen Energiewirtschaft seit acht Jahren Verlässlichkeit und
Planbarkeit. Er ist auch die Grundlage, um zu einer tragfähigen Lösung
der Endlagerfrage zu kommen.“

Am Standort des Atomkraftwerks Philippsburg wurden zwei Kraftwerksblöcke
errichtet. Block 1 wurde bereits im Jahr 2011 endgültig abgeschaltet und
hat im Jahr 2018 eine erste Stilllegungs-und Abbaugenehmigung erhalten.
Block 2 ging Mitte der 1980er Jahre in Betrieb, hat bereits am 17. Dezember
2019 eine Stilllegungs- und Abbaugenehmigung erhalten und wird nun
spätestens zum Jahresende abgeschaltet.

Das Atomgesetz sieht vor, dass nach der Abschaltung von Block 2 des
Atomkraftwerks Philippsburg für die verbliebenen Atomkraftwerke Grohnde,
Gundremmingen C und Brokdorf spätestens am 31. Dezember 2021 sowie Isar 2,
Emsland und Neckarwestheim II spätestens am 31. Dezember 2022 die
Berechtigung zum Leistungsbetrieb zur Spaltung von Kernbrennstoffen zur
gewerblichen Erzeugung von Elektrizität erlischt.

Schulze „Ich danke den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den
Atomkraftwerken, die mit ihrem verantwortlichen Handeln maßgeblich zum
sicheren Betrieb beigetragen haben und auch zu einer sicheren Stilllegung beitragen werden.“

Quelle:bmu.bund.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.