Berlin:

Umwelt/Pilotprojekt
Vom Altöl zum Hochleistungsschmierstoff
Bundesumweltministerium fördert klimafreundliches Raffi-nerie-Projekt für
Gebrauchtöle

Raffinerien kommen einem nicht unbedingt als erste in den Sinn, wenn von
umweltverträglicher Produktion die Rede ist. Zumindest bei einer
Raffinerie dürfte sich das jetzt ändern: Die Puralube Raffinerie 3 GmbH
in Elsteraue (Sachsen-Anhalt) plant eine innovative Raffinerieanlage, mit
der es erstmals möglich wird, Gebrauchtöl so aufzubereiten, dass es den
Anforderungen an die Gruppe der hochwertigen Basisöle genügt. Durch das
neue, deutlich umweltschonendere Verfahren kann das Unternehmen bei der
derzeitigen jährlichen Produktionsmenge 54.000 Tonnen CO2 pro Jahr
einsparen. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt aus seinem
Umweltinnovationsprogramm.

Basisöle sind der Ausgangsstoff zur Herstellung von Schmierstoffen und
hauptsächlich auch von Motorenölen. Das nach Benutzung gesammelte Altöl
wird üblicherweise in einem aufwändigen Aufbereitungsprozess
wiederhergestellt. Bisher gab es dabei jedoch eine Qualitätslücke,
sodass ausschließlich mittelwertige Motorenöle der sogenannten
API-Gruppen I und II produziert werden.

Die Firma Puralube in Elsteraue kann künftig erstmals
Hochleistungsbasisöle der sogenannten API-Gruppe III aus Gebrauchtöl
herstellen. Gruppe III-Grundöle werden der höchsten Stufe der
Mineralölraffination unterzogen. Ein neu entwickeltes
Hochdruck-Hydrierverfahren klärt und reinigt das Altöl physikalisch mit
neu entwickelten chemischen Katalysatoren in einem komplexen Prozess. Bei
diesem ressourcenschonenden Verfahren werden im Vergleich zur
Primärproduktion des Mineralöls 60 Prozent Treibhausgase eingespart. Der
überschüssige Wasserstoff der Produktion wird in den Kreislauf
zurückgeführt.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm des BMUB wird die erstmalige,
großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das
Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte
Demonstrationscharakter haben. Die Puralube Raffinerie 3 GmbH erhält für
ihr Pilotprojekt 2.210.000 EUR aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
www.umweltinnovationsprogramm.de

https://www.facebook.com/bmub.bund

https://www.instagram.com/bmub/

Quelle: bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.