Berlin:

Hochwasserschutz
Hendricks:“Wir können Hochwasser nicht verhindern, aber wir können uns
besser davor wappnen“
Bundestag beschließt Hochwasserschutzgesetz II

Der Deutsche Bundestag hat heute den von Bundesumweltministerin Barbara
Hendricks vorgelegten Entwurf eines zweiten Hochwasserschutzgesetzes (HWG
II) beschlossen. Planungen für Hochwasserschutzanlagen sollen dadurch
genauso vereinfacht werden wie deren Genehmigung und Bau. Klageverfahren
gegen solche Anlagen sollen beschleunigt und neue Heizölanlagen in
Hochwasser-Risikogebieten verboten werden. Das Gesetz muss noch den
Bundesrat passieren, bedarf aber nicht der Zustimmung durch die
Länderkammer.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das zweite
Hochwasserschutzgesetz ist ein guter Kompromiss. Wir fördern damit
hochwasserangepasstes Bauen und private Vorsorge, um Schäden durch
künftige Hochwässer vorzubeugen.“

Das Gesetz schreibt vor, die Hochwasservorsorge in sogenannten
Hochwasser-Risikogebieten zu verstärken. Hochwasser-Risikogebiete
umfassen auch solche Flächen, die im Falle eines Deichbruchs überflutet
werden können. Dass es nämlich auch hinter Schutzbauten keine absolute
Sicherheit vor Hochwasser geben kann, zeigen die Extremhochwasser der
vergangenen Jahre: Die meisten Schäden traten bei den
Hochwasser-Ereignissen 2013, 2006 und 2002 in Hochwasser-Risikogebieten
auf.

In den Risikogebieten sollen daher die Kommunen Anforderungen zum
hochwasserangepassten Bauen im Bebauungsplan festlegen können, um
künftige Schäden zu vermeiden. Hierzu wurden die rechtlichen
Möglichkeiten der Kommunen im Baugesetzbuch erweitert. In Gebieten ohne
Bebauungsplan soll der Bauherr die allgemein anerkannten Regeln der
Technik unter Beachtung des Hochwasserrisikos und der Lage seines
Grundstücks beim hochwasserangepassten Bauen beachten.

Hochwasserangepasstes Bauen kann je nach Lage sehr unterschiedliche
Maßnahmen umfassen (z. B. höhere Türschwellen, Sicherung von
technischen Einrichtungen usw.) Anders als im sog. Überschwemmungsgebiet,
das statistisch einmal in einhundert Jahren eintritt und daher dringend
als Rückhalteraum für den Fluss benötigt wird, gelten in Risikogebieten
aber keine Bau- und Planungsbeschränkungen.

Da sich fast Dreiviertel der Sachschäden an Gebäuden auf ausgetretenes
Heizöl zurückführen lassen, sieht das Gesetz in
Überschwemmungsgebieten und anderen hochwassergefährdeten Gebieten auch
ein Verbot von neuen Ölheizungsanlagen und die Nachrüstung bestehender
Anlagen innerhalb angemessener Fristen (in Überschwemmungsgebieten 5
Jahre, in anderen Risikogebieten 15 Jahre) . Da wo ein Ersatz nicht
möglich ist, müssen die Öltanks hochwasserfest gemacht werden (z. B.
Sicherung gegen Aufschwemmen).

Weitere Informationen zu Überschwemmungs- und Hochwasser-Risikogebieten
Gebieten:
http://geoportal.bafg.de/mapapps/resources/apps/HWRMRL-DE/index.html?lang=de
https://www.facebook.com/bmub.bund

https://www.instagram.com/bmub/

Quelle:bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.