Berlin:

Schmidt: „Landwirtschaft ist Teil der globalen Sicherheitspolitik“
Agrarminister eröffnen deutsche G20-Präsidentschaft

Anlässlich des G20-Agrarministertreffens erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

„Wir Agrarminister sind die ersten Minister, die sich im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft treffen und die internationale Konferenzreihe damit eröffnen. Ohne eine leistungsfähige, innovative, nachhaltige und regional verwurzelte Landwirtschaft werden die Aufgaben, die vor uns liegen, nicht zu bewältigen sein. Insbesondere die wirtschaftlichen und sozialen Perspektiven, die die Landwirtschaft vor Ort bietet, sind Basis für Friedensarbeit und Stabilität. Die Landwirtschaft ist damit Teil der globalen Sicherheitspolitik. Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung und die Ziele der Agenda 2030 muss die Landwirtschaft noch produktiver, nachhaltiger und verantwortungsvoller mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen. Im Mittelpunkt unseres G20-Agrarministertreffens steht das Thema „Landwirtschaft und Wasser“ – denn ohne Wasser gibt es kein Leben, ohne Wasser gibt es keine Lebensmittel – ohne Wasser gibt es Hunger und Durst. Die Landwirtschaft benötigt Wasser um die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft mit Nahrung zu versorgen. Als größter Wassernutzer trägt sie aber auch Verantwortung für den schonenden Umgang mit der Ressource. Das haben wir heute mit unserer gemeinsamen Erklärung unterstrichen. Der Action Plan hält Verpflichtungen fest, mit denen die G20-Staaten den nachhaltigen Umgang mit Wasser sichern – in den Bereichen Politik, Technik, Forschung, Wissens- und Erfahrungsaustausch. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Digitalisierung. Mit Informations- und Kommunikationstechnologie lässt sich Beachtliches für den nachhaltigen Umgang mit Wasser leisten. Das führt nicht nur zur Produktivitätssteigerung, sondern schont durch effiziente Nutzung von Ressourcen auch unsere Umwelt. Die Digitalisierung bedeutet damit eine große Chance für die Landwirtschaft und die weltweite Ernährungssicherung. Insbesondere die ländlichen Räume müssen digital besser erschlossen werden. Auch deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass die Bedürfnisse der Landwirtschaft auf der G20-Digitalministerkonferenz in wenigen Wochen angemessen berücksichtigt werden. Auch bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen durch verminderten Einsatz von Antibiotika legen wir viel Energie in die Zusammenführung der verschiedenen Vorstellungen, Gewohnheiten und Systeme. Unser gemeinsames Ziel muss es sein durch geeignete Tierhaltungs- und Pflanzenproduktionsverfahren den Bedarf für Antibiotikaeinsätze in der Landwirtschaft zu minimieren.“

Hintergrund:
Die G20 stehen für 90 Prozent der globalen Wirtschaftskraft, zwei Drittel der Weltbevölkerung, 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche und 80 Prozent Erzeugung der gehandelten Grundnahrungsmittel. Daraus leitet sich Verantwortung ab.
Erstmals unter der deutschen G20-Präsidentschaft wurde ein eigener Agrar-Arbeitsstrang eingerichtet, der direkt an die Sherpas für die Staats- und Regierungschefs berichtet. Die deutsche Präsidentschaft trägt damit der fundamentalen Rolle der Landwirtschaft bei der Bewältigung globaler Zukunftsaufgaben Rechnung: Der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, dem Klimaschutz und der Bekämpfung sozialer und ökonomischer Fluchtursachen.
Mit dem vierten G20-Agrarministertreffen schließen die Ministerinnen und Minister inhaltlich an vorhergehende Treffen an. Ein wichtiger Punkt war 2016 das Bekenntnis zur Umsetzung des von der WHO gemeinsam mit FAO und OIE erarbeiteten globalen Aktionsplans gegen Antibiotikaresistenzen. Auch unter der deutschen G20-Präsidentschaft wird dieses Thema weiterverfolgt.
Den Action Plan und die Deklaration der Agrarminister (vorerst in Englisch) finden Sie unter www.bmel.de/G20AgricultureActionPlan_EN<http://www.bmel.de/G20AgricultureActionPlan_EN> und www.bmel.de/G20AgricultureDeclaration_EN<http://www.bmel.de/G20AgricultureDeclaration_EN>

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.