Berlin:

Atom/Endlager
Hendricks: Novelliertes Standortauswahlgesetz schafft Grundlage für faires
und legitimes Suchverfahren

Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich das
Bundes-kabinett heute auf einen Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des
Standortauswahlgesetzes verständigt. Dieser soll den Bundestagsfraktionen
als Formulierungshilfe vorgelegt werden. In einem wissenschaftsbasierten
und transparenten Verfahren soll bis zum Jahr 2031 ein Endlagerstandort
gefunden werden. Das novellierte Standortauswahlgesetz legt dafür
Entscheidungsgrundlagen, fachliche Kriterien und Anforderungen fest

Hendricks: „Mit diesem Gesetzentwurf ziehen wir endgültig einen
Schlussstrich unter die alte Me-thode Endlager. Die politisch
willkürliche Festsetzung eines Standorts war ein historischer Fehler, den
wir hiermit korrigieren. Mit dem neuen Standortauswahlgesetz legen wir die
Grundlage für eine transparente und wissenschaftsbasierte Suche unter
breiter Beteiligung der Öffentlichkeit. Auf dieser Basis können wir die
Jahrtausendaufgabe Endlagersuche mit breiter Legitimation lösen.“

Im Gesetzentwurf werden die Empfehlungen der „Kommission Lagerung hoch
radioaktiver Abfall-stoffe“ aufgenommen. Die sogenannte
Endlagerkommission hatte Ende Juni ihren rund sieben-hundertseitigen
Abschlussbericht vorgelegt. Ausgangspunkt des Standortauswahlverfahrens
ist die sogenannte weiße Landkarte.

Hendricks: „Bei der Suche wird das gesamte Bundesgebiet betrachtet, ohne
bestimmte Regionen zu bevorzugen und ohne bestimmte Regionen von
vornherein auszuschließen. Orientiert an den Empfehlungen der
Endlagerkommission gibt es jetzt verlässliche und gesellschaftlich
legitimierte Vorgaben für das Standortauswahlverfahren.“

Der Gesetzentwurf enthält zudem neue Instrumente, die eine umfassende und
transparente Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor den
Entscheidungen im Auswahlverfahren sicherstellen. Über Fach- und
Regionalkonferenzen werden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und
dialogorientiert in jeder Phase des Standortauswahlverfahrens einbezogen.
Hendricks: „Für die Akzeptanz des Verfahrens ist ein umfassendes und
transparentes Beteiligungsverfahren unverzichtbar. Eine solche engmaschige
Form der Bürgerbeteiligung gab es bei keinem anderen Großprojekt. Hier
nehmen wir eine Vorreiterrolle ein.“ Ein Erfolgsfaktor für das
Verfahren ist auch das inzwischen einberufene Nationale Begleitgremium.
Als gesellschaftliche Instanz wird das pluralistisch zusammengesetzte
Gremium das Standortauswahlverfahren unabhängig, gemeinwohlorientiert und
vermittelnd begleiten.

Ein Video- und Audiostatement der Ministerin zur Neuauflage des
Standortauswahlgesetzes steht im BMUB-Redaktionsservice bereit.
https://secure.bmub.bund.de/presse/redaktionsservice/

Gesetzentwurf: www.bmub.bund.de/N49950/

Informationen zu den bisherigen Umsetzungsschritten des
Standortauswahlverfahrens im Über-blick: www.bmub.bund.de/P4532

Information zur Arbeit des Nationalen Begleitgremiums
http://www.nationales-begleitgremium.de
https://www.facebook.com/bmub.bund

https://www.instagram.com/bmub/

Quelle:bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.