Berlin:

Atomkraft/Belgien
Deutschland und Belgien wollen Informationsaustausch über Atomkraftwerke
verbessern
Abkommen zur nuklearen Sicherheit unterzeichnet

Nach nur rund zehnmonatigen Verhandlungen haben Bundesumweltministerin
Barbara Hendricks und der belgische Vizepremier Jan Jambon heute ein
bilaterales Abkommen zur nuklearen Sicherheit unterzeichnet. Hendricks:
„Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, die
Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Das unterstreicht die hohe
Bedeutung, die Deutschland und Belgien dem Thema nukleare Sicherheit
beimessen.“ Kern des Abkommens ist die Bildung einer gemeinsamen
Expertenkommission und ein regelmäßiger Informationsaustausch zu Fragen
der nuklearen Sicherheit.

Hendricks: „Das Nuklearabkommen ist ein großer Erfolg, auch wenn es
sicher nicht alle Wünsche und Erwartungen der grenznahen Gemeinden
erfüllen kann. Das Abkommen ist keine Vereinbarung über die Stilllegung
von Atomkraftwerken in Belgien. Es greift auch nicht in die nationalen
Zuständigkeiten der Atomaufsicht ein. Aber: Das Abkommen bildet eine
verlässliche Grundlage für eine offene und kritische Diskussion zwischen
Deutschland und Belgien über zentrale Fragen der nuklearen Sicherheit.
Seit heute hat unsere bilaterale Zusammenarbeit eine neue – rechtlich
bindende – Qualität.“

Anlass für das Abkommen war insbesondere die Wiederinbetriebnahme der
belgischen Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 Ende 2015. Dies hatte vor allem
in der grenznahen Region, aber auch darüber hinaus für Unruhe gesorgt.
Daraufhin hatte Hendricks mit Nachdruck bei den belgischen Kollegen für
einen besseren, intensiveren Informationsaustausch geworben und eine
grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung bei
Laufzeitverlängerungen von Atomreaktoren verlangt.

Anfang Februar 2016 schließlich hatte die Bundesumweltministerin der
belgischen Seite die Bildung einer gemeinsamen Atomkommission
vorgeschlagen, wie es sie bereits mit anderen Nachbarstaaten gibt, etwa
mit Frankreich, der Schweiz und Tschechien. Die deutsch-belgische
Expertenkommission wird erstmals im Jahr 2017 tagen. Die Planungen für
das erste Treffen haben bereits begonnen.

FAQ zum Deutsch-Belgischen-Nuklearabkommen:
http://www.bmub.bund.de/FAQ-Atomabkommen/
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Quelle: bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.