Berlin:

Naturschutz/Gewässerschutz
Hendricks und Dobrindt geben Startschuss für das Blaue Band

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesverkehrsminister
Alexander Dobrindt haben heute gemeinsam das Bundesprogramm „Blaues
Band“ gestartet. Bei einer gemeinsamen Fahrt über die Spree stellten
sie die geplanten Renaturierungsmaßnahmen an Bundeswasserstraßen vor.

P1000137

Gemeinsam ergreifen die beiden Ministerien die Initiative, im Netz der
Fließgewässer einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung aufzubauen.
Barbara Hendricks: „Mit dem Bundesprogramm „Blaues Band“ haben wir
die Chance, die nicht mehr für die Schifffahrt gebrauchten
Nebenwasserstraßen einer neuen gesellschaftlichen Aufgabe zuzuführen.
Damit setzen wir neue Akzente in Richtung Naturschutz, Hochwasservorsorge,
Freizeit und Erholung.“

Alexander Dobrindt: „Deutschland hat eine einmalige Wasserlandschaft.
Diesen Naturschatz wollen wir erhalten. Deshalb bringen wir das
Bundesprogramm „Blaues Band“ auf den Weg. Wir wollen Flüsse, Kanäle,
Auen und Küstengewässer zu einem bundesweiten Biotopsystem
verbinden.“

Aufgrund der geänderten Anforderungen an die deutschen Wasserstraßen
existiert ein rund 2.800 Kilometer langes Nebennetz von Wasserstraßen,
das kaum mehr für den Gütertransport gebraucht wird. Diese
Wasserstraßen haben oftmals naturnahe Gewässerstrukturen und ein hohes
ökologisches Entwicklungspotenzial. An dieser Stelle setzt das durch die
Bundesregierung im letzten Koalitionsvertrag vereinbarte Bundesprogramm
„Blaues Band“ an. Ein Bundesprogramm soll Fließgewässer und Auen
renaturieren, die ein bundesweit verbindendes „Blaues Band“ darstellen
können. Die Wasserstraßen stehen vorrangig im Eigentum des Bundes. Die
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes soll mit
Renaturierungsmaßnahmen an dafür geeigneten Wasserstraßen beauftragt
werden und erhält damit eine weitere Zukunftsaufgabe.
Weitere Informationen:

Das Bundesprogramm „Blaues Band“ wird derzeit in einer
Interministeriellen Arbeitsgruppe von BMUB und BMVI erarbeitet. Es wird
einen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte darstellen.
Darin werden die für den nationalen Biotopverbund in Frage kommenden
Flussabschnitte konkretisiert und priorisiert. Bei der Übertragung
zusätzlicher Aufgaben an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sind noch
neue gesetzliche Grundlagen zu schaffen und die erforderlichen
Personalressourcen und Finanzmittel zuzuweisen. Zum Bundesprogramm
„Blaues Band“ soll Ende 2016 eine Beschlussfassung des Bundeskabinetts
herbeigeführt werden.

Im Haushalt des BMUB stehen im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms
bereits 5 Millionen Euro für Maßnahmen des Bundesprogramms in den Jahren
2016 bis 2018 zur Verfügung.
Weiterführende Links:

FAQs Blaues Band, www.bmub.bund.de/P4057

BMUB, www.bmub.bund.de/P4058

BMVI, www.bmvi.bund.de

BfN Broschüre Gewässer und Auen,
www.bfn.de/fileadmin/BfN/wasser/Dokumente/BR-gepr-Gesell_Nutz_Gewaes_Auen_barrirefre.pdf

Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Karte der
Bundeswasserstraßen,
http://www.wsv.de/wasserstrassen/gliederung_bundeswasserstrassen/karte

Kartendienst, www.geodienste.bfn.de/flussauen

Quelle: bmub.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.