München:

In Bayern haben Kinder Anspruch auf gleichberechtigten Zugang zur Regelschule – Inklusion auf dem Weg
Förderbedarf des einzelnen Kindes und Miteinander von Schule und Elternhaus entscheidend

Die inklusive Förderung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf gehört zu den Kernaufgaben des bayerischen Schulwesens. Deshalb haben in Bayern die Kinder einen Anspruch auf einen grundsätzlich gleichberechtigten Zugang zur Regelschule. Dies wurde in einer fraktionsübergreifend verabschiedeten Gesetzesänderung 2011 festgelegt.
Der konkrete Förderbedarf des einzelnen Kindes und die Entscheidungsfreiheit der Eltern für den Weg ihres Kindes nach umfassender Beratung stehen im Mittelpunkt des Bayerischen Weges, die UN-Behindertenrechtekonvention umzusetzen.

schule

Der bayerische Weg unterscheidet sich dabei von dem Inklusionsverständnis des Autors der Publikation „Inklusion in Deutschland“ der Bertelsmann-Stiftung, der allein in der Regelschule den Ort für Inklusion ausmacht. Grundsätzliche Einigkeit besteht allerdings im Ziel, Kinder bestmöglich zu fördern und ihnen eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu sichern. Für Bayern ist bei der Umsetzung des Ziels klar: Neben inklusiven Schulangeboten an der Regelschule kann aus der Sicht von Eltern und Pädagogen der Besuch von Förderzentren der Entwicklung des einzelnen Kindes in besonderer Weise dienen. Viele Eltern schätzen deshalb die breite Vielfalt an Fördermöglichkeiten und -orten im bayerischen Schulwesen.

In Bayern steigt – wie auch die Bertelsmann-Stiftung feststellt – die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die die Regelschule besuchen. Waren es im Schuljahr 2012/2013 noch rund 18.200 Schülerinnen und Schüler, die an allgemeinbildenden Regelschulen sonderpädagogisch gefördert wurden, so waren es im vergangenen Schuljahr 2014/2015 schon knapp 20.000. Die meisten davon werden an ihrer Schule vor Ort unterrichtet. Dazu kommen rund 2.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen, die nach dem Partnerklassenkonzept oder in der offenen Klasse der Förderschule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden. Die Inklusion wird vom Freistaat mit zusätzlichen Lehrerstellen unterstützt – seit 2011 sind es jährlich 100 zusätzliche Lehrerstellen, insgesamt mit dem Doppelhaushalt 2015/2016 also 600 Lehrerstellen.

Viele Schulen entwickeln das Profil Inklusion
Inklusion als gemeinsames Lernen und Leben in der Schule von jungen Menschen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf haben mittlerweile 212 Schulen – darunter Grund-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien und Förderzentren – in den Mittelpunkt ihrer Schulentwicklung und ihres Profils gerückt. Diese gestalten in besonderer Weise Unterricht und Schule als Ganzes für Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Weg der Regelschulen und Förderzentren zu Schulen mit dem Profil Inklusion beweist, dass Inklusion keine Einbahnstraße nur in Richtung Regelschule, sondern gemeinsame Aufgabe aller am Bildungsprozess beteiligten Personen und Einrichtungen ist.

Modellprojekt beruflicher Schulen ausgeweitet
Bundesweit einzigartig ist das Modellprojekt „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ (IBB), das die Stiftung Bildungspakt Bayern im Schuljahr 2012/2013 zusammen mit dem Bayerischen Kultusministerium gestartet hat. Allgemeine Berufsschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung bilden dabei an neun Standorten Kooperationen in Tandems. Sie entwickeln Modelle, wie inklusiver Unterricht an beruflichen Schulen verwirklicht werden kann.

Inklusionsberatung vor Ort
Um Eltern bei der Entscheidung, wie ihre Kinder bestmöglich gefördert werden können, zu unterstützen, gibt es zahlreiche Beratungsmöglichkeiten, z.B. die neu eingeführte Inklusionsberatung am Schulamt an über 70 Standorten und die neun Staatlichen Schulberatungsstellen.

Quelle:stmbw.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.