Berlin:

Gabriel: Deutschland wird weltweit um Duale Berufsausbildung beneidet
Neue Ausbildungsordnungen des Bundeswirtschaftsministeriums treten in Kraft

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres starten wieder über eine halbe Million
junge Menschen eine berufliche Ausbildung
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/ausbildung-und-beruf.html>. Damit die duale
Ausbildung den sich ändernden Anforderungen gerecht werden kann, hat das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit den Sozialpartnern
eine Reihe von Ausbildungsordnungen
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Ausbildung-und-Beruf/Ausbildungsberufe/ausbildungsordnungen.html>
modernisiert. Die Regelungen treten zum 1. August 2015 in Kraft.

muelleimer

Bundesminister Sigmar Gabriel:
<http://www.bmwi.de/DE/Ministerium/Minister-und-Staatssekretaere/Visitenkarten/sigmar-gabriel.html>
„Karrieren im Dualen Berufsbildungssystem waren selten so aussichtsreich wie
heute. Denn die deutsche Wirtschaft ist auf gut ausgebildete Fachkräfte
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Ausbildung-und-Beruf/fachkraeftesicherung.html>
angewiesen. Nur durch ständige Anpassung und Erneuerung hält die duale
Berufsausbildung Schritt mit den technischen Entwicklungen der Berufs- und
Arbeitswelt. Berufsausbildung kann aber nur deshalb so erfolgreich sein, weil
sich Tag für Tag Tausende Menschen dafür engagieren: In den Berufsschulen genauso
wie in den ausbildenden Betrieben gerade des Handwerks
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Mittelstand/Mittelstandspolitik/handwerk.html> und
des Mittelstands
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Mittelstand/mittelstandspolitik.html>. Ihnen möchte
ich zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres ganz herzlich für die fachliche und
persönliche Förderung der Auszubildenden danken.“

Das Duale System hat großen Anteil daran, dass Deutschland die geringste
Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union hat. Es bietet mit 328
Ausbildungsberufen allen Jugendlichen ein breites Spektrum an Möglichkeiten.
Diese Charakteristika des Dualen Systems tragen dazu bei, dass Deutschland um das
Duale System weltweit beneidet wird.

Die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte folgender Berufe
<http://www.bmwi.de/DE/Themen/Ausbildung-und-Beruf/ausbildungsberufe.html> wurden
zukunftsorientiert angepasst:

1. Automatenfachfrau / -mann
2. Bergbautechnologe
3. Betonfertigteilbauer
4. Bogenmacher
5. Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik
6. Geigenbauer
7. Gießereimechaniker
8. Holzmechaniker
9. Kerzenhersteller und Wachsbildner
10. Musikfachhändler
11. Orthopädieschuhmacher
12. Textil- und Modenäher
13. Textil- und Modeschneider
14. Werksteinhersteller

Außerdem wurde der neue Ausbildungsberuf Werkfeuerwehrmann erstmals staatlich
anerkannt.

Beispiele zu Neuerungen in den modernisierten Berufen:

Nach sechsjähriger Erprobung wird die Ausbildungsordnung für Automatenfachleute
in eine Ausbildungsordnung ohne Befristung umgewandelt. Der neue Beruf
unterscheidet zwischen einer technischen und einer kaufmännischen Fachrichtung.
Er bietet damit sowohl kaufmännisch interessierten wie technisch orientierten
jungen Menschen eine Perspektive.

Beim Bergbautechnologen wurde vor allem die Abschlussprüfung an neue Technologien
angepasst. Die Prüfungsanforderungen differenzieren jetzt klar zwischen den
Spezialkompetenzen für die Tiefbautechnik und die Tiefbohrtechnik. Der Aufwand
für Prüfer wurde deutlich reduziert.

In der Gießereimechanik wird die bisherige Differenzierung in Fachrichtungen
zukünftig entfallen. Stattdessen gibt es Schwerpunkte nach neuem Zuschnitt, die
zudem einheitlichere Prüfungen als bisher ermöglichen. Darüber hinaus wird die
Prüfung durch neue Prüfungsinstrumente – vor allem durch Einführung des
„Betrieblichen Auftrags“ – bezüglich der Anforderungen an den Beruf optimiert.
Durch stärkere Anpassung an verwandte industrielle Metallberufe wird die
Möglichkeit einer gemeinsamen und damit ortsnahen Beschulung verbessert.

Der Ausbildungsberuf Holzmechaniker wurde um eine dritte Fachrichtung „Montieren
von Innenausbauten und Bauelementen“ erweitert, um Unternehmen des Innenausbaus,
insbesondere des Ladenbaus die Möglichkeit zu geben, entsprechende Innenausbauten
aus einer Hand herzustellen einschließlich des Anschließens von Ver- und
Entsorgungsleitungen an vorgefertigte Anschlüsse.

Beim Ausbildungsberuf Musikfachhändler wurde die seit 2009 erprobte gestreckte
Abschlussprüfung nach einer Evaluierung nun inhaltlich unverändert in Dauerrecht
überführt.

Im Bereich der Textil- und Modewirtschaft wurde mit dem zweijährigen Textil- und
Modenäher und dem dreijährigen Textil- und Modeschneider ein sogenanntes
„Anrechnungsmodell“ geschaffen. Da die Inhalte der ersten beiden Jahre der Berufe
identisch sind, kann nach einer Ausbildung im „Textil- und Modenäher“ nach
Absolvierung des dritten Ausbildungsjahres des „Textil- und Modeschneiders“ der
Abschluss des letztgenannten Berufes erreicht werden. Dieses Anrechnungsmodell
bietet insbesondere Jugendlichen, die ihre Stärken eher im Praktischen besitzen,
einen optimalen Einstieg in die Ausbildung und Arbeitswelt.

Mit den Verordnungen zum Geigenbauer, Bogenmacher sowie Kerzenhersteller und
Wachsbildner wurden Ausbildungsregelungen traditioneller Handwerke überabeitet,
um den Betrieben dieser Branchen auch in Zukunft die Ausbildung ihrer Fachkräfte
nach modernsten Standards zu sichern. Beim Kerzenhersteller und Wachsbildner
(früher Wachszieher) wurde zudem die Berufsbezeichnung geändert, um die
Schwerpunkte des Berufes besser darzustellen.

Durch die neuen Regelungen der Berufe „Betonfertigteilbauer“,
„Werksteinhersteller“ (früher: Betonstein- und Terrazzohersteller), „Fachkraft
für Lederherstellung und Gerbereitechnik“ (früher: Gerber) sowie
„Orthopädieschuhmacher“ wurden teilweise relativ alte Ausbildungsregelungen an
neue Entwicklungen der Branchen und an die Standards von aktuellen
Ausbildungsregelungen angepasst. Bei der „Fachkraft für Lederherstellung und
Gerbereitechnik“ und beim „Orthopädieschuhmacher“ wurde zudem die gestreckte
Abschlussprüfung eingeführt, sodass die Ergebnisse des Teil 1 der Prüfung (bisher
Zwischenprüfung) in das Gesamtergebnis der Prüfung einfließen.

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.