Forchheim:

Justizministers Prof. Dr. Winfried Bausback spricht sich in seiner heutigen Festrede anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Weißen Rings in Forchheim für die Einführung eines Angehörigenschmerzensgeldes aus. Der Minister heute in Forchheim: „Ein modernes und humanes Schadensersatzrecht darf über die verheerenden seelischen Folgen, die nahe Angehörige erleiden, wenn ein Verwandter schuldhaft getötet wird, nicht einfach hinweggehen. Das tut das geltende Recht aber: Die Eltern eines kleinen Kindes, das von einem betrunkenen Verkehrsteilnehmer überfahren wird und stirbt, erhalten in aller Regel zwar die Beerdigungskosten, aber keinen Schadensersatz für ihr seelisches Leid. Diese augenscheinliche Regelungslücke müssen wir dringend schließen.“

paragraf

Bausback weiter: „Ich habe mich bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 2013 für dieses wichtige Thema eingesetzt und freue mich, dass die Forderung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Es wird Zeit, dass wir das nun endlich auch umsetzen. Meine Vorstellungen dazu liegen bereits auf dem Tisch: Im Februar habe ich einen Gesetzesvorschlag in die rechtspolitische Diskussion eingebracht. Ich werde mit Nachdruck an dem Thema dran bleiben – nicht zuletzt auch deswegen, weil Deutschland mit dieser Gesetzeslücke zu einer kleinen Minderheit in Europa gehört.“

Bausback betont, es gehe keinesfalls darum, ein Menschenleben mit Geld „aufzuwiegen“ oder den persönlichen Verlust eines nahen Angehörigen finanziell auszugleichen. „Das ist unmöglich“, so der Minister. „Ein Schmerzensgeld kann für die nahen Angehörigen aber ein symbolisches Gegengewicht zu den schweren seelischen Beeinträchtigungen und zugleich ein sichtbares Zeichen der Solidarität der Rechtsgemeinschaft sein.“

Den Gesetzentwurf zum Angehörigenschmerzensgeld finden Sie hier:

http://www.justiz.bayern.de/media/pdf/gesetze

Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.