Berlin:

Gemeinsame Agrarpolitik soll einfacher werden
Schmidt begrüßt die Ankündigung der Kommission zur Vereinfachung der Agrarpolitik – Staatenbündnis legt erste Liste mit Vorschlägen vor

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die Ankündigung von EU-Agrarkommissar Phil Hogan zur Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik
begrüßt. „Ich danke Phil Hogan, dass er damit auch meine Vorschläge anlässlich unseres ersten Treffens in Berlin aufgenommen hat. Ich begrüße diese Initiative. Wir werden uns konstruktiv auch mit eigenen Vorschlägen zu einer Vereinfachungsagenda einbringen. Insbesondere im Bereich der Direktzahlungen sollten Regelungen – etwa zur Umsetzung des Greenings oder zum „aktiven Landwirt“ – auf den Prüfstand gestellt werden“, sagte Schmidt beim Agrarrat in Brüssel. Bei der Vereinfachung müsse es aufbauend auf einer sauberen Rechtsgrundlage darum gehen, die vorhandenen Regelungen so praktikabel und handhabbar wie möglich zu machen. Immer muss die Rechtsgrundlage sauber sein. Das erste Jahr der Umsetzung der GAP-Reform sollte dazu dienen, konkrete Erfahrungen zu sammeln.

trecker

Kommissar Hogan verwies in Brüssel darauf, dass die Kommission bereits damit begonnen habe, die Gemeinsame Agrarpolitik intensiv im Hinblick auf mögliche Vereinfachungen zu durchleuchten. In einem Schreiben an Hogan rief Schmidt gemeinsam mit seinen Amtskolleginnen und –kollegen aus Großbritannien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Schweden und Estland die Europäische Kommission unter anderem auf, einen pragmatischen Ansatz für die Interpretation der Maßnahmen zur Umsetzung des sogenannten Greenings vorzugeben. Damit werden die Zahlungen der Europäischen Union künftig verstärkt an zusätzliche Leistungen im Klima- und Umweltschutz gebunden werden. Ihrem Schreiben haben die Länder bereits eine erste Liste mit Beispielen angefügt und angeregt, auf dieser Grundlage Überlegungen zur Vereinfachung der Umsetzung der Agrarreform im Kreis der Agrarminister zu diskutieren.

Der Minister kündigte an, zudem auch den Verwaltungsaufwand beim „aktiven Betriebsinhaber“ genau im Blick zu behalten. „Zwar haben wir in unserer nationalen Umsetzung Lösungen gefunden, die den Verwaltungsaufwand aus unserer Sicht vertretbar halten. Aber erst die Praxis wird zeigen, ob beispielsweise bei der Prüfung des „aktiven Landwirts“ Aufwand und Nutzen in einem vertretbaren Verhältnis stehen“, sagte Schmidt. Erste Ergebnisse erwartet der Minister ab Mitte nächsten Jahres.

Weitere Informationen zur Agrarreform, ihren Zielen und Maßnahmen finden Sie im Internet unter www.bmel.de/gap<http://www.bmel.de/gap>.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.