München:

Scharf: Rund 1,7 Milliarden Euro für Umwelt und Verbraucherschutz in Bayern

Der Doppelhaushalt 2015/2016 des Umwelt- und Verbraucherschutzministeriums setzt wichtige Schwerpunkte bei Natur-, Hochwasser- und Klimaschutz. Zum Beschluss des Landtags betonte Staatsministerin Ulrike Scharf: „Die Bewahrung der Schöpfung und der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ist Kern der Gestaltung unserer Zukunft. Wir wollen den Verbraucherschutz stärken durch schnelle Informationen und Schutz der Bürger, wo sie sich selbst nicht schützen können. In den nächsten beiden Jahren stellt der Freistaat rund 1,7 Milliarden Euro für Umwelt- und Verbraucherschutz zur Verfügung. Wir bekennen uns damit zu Generationenverantwortung und Nachhaltigkeit.“ Ein wichtiger Eckpfeiler der bayerischen Umweltpolitik im Jahr 2015 ist der Klimaschutz. „Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann. Ziel der bayerischen Klima-politik ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen bayernweit bis 2050 auf weniger als zwei Tonnen pro Kopf und Jahr zu senken. Deshalb stellen wir zusätzliche Mittel für das bayerische Klimaprogramm zur Verfügung“, so Scharf. Damit soll beispielsweise in den kommenden Jahren die Renaturierung von insgesamt 50 Mooren als wichtige Kohlenstoffspeicher abgeschlossen werden. Fast 170 Millionen Euro stehen im Doppelhaushalt für das Klimaprogramm Bayern 2050 bereit.

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Mit dem Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus hat der Freistaat das größte wasserbauliche Infrastrukturprogramm in der Geschichte des Freistaats aufgelegt. In den kommenden beiden Jahren werden in diesem Rahmen rund 300 Millionen Euro für den Schutz der Menschen entlang der Gewässer investiert. Zusätzlich werden jährlich rund 35 Millionen Euro für das Sonderprogramm zum Hochwasserschutz an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen bereitgestellt. „Zusammen mit den Kommunen unternehmen wir eine gewaltige Kraftanstrengung, um Bayern hochwassersicher zu machen. Unsere Hochwasserschutz-Agenda wollen wir gemeinsam mit den Bürgern umsetzen. Transparenz und Dialog mit der Bevölkerung sind für uns selbstverständlich“, so Scharf.

Für Naturschutz und Landschaftspflege stehen im kommenden Doppelhaushalt mehr als sechs Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Die Umweltbildung/Bildung zur nachhaltigen Entwicklung wird mit weiteren 1,1 Millionen Euro zusätzlich gestärkt. Um die hohe Artenvielfalt im Freistaat langfristig zu sichern, hat die Staatsregierung im Jahr 2014 das Programm „NaturVielfalt Bayern – Biodiversitätsprogramm Bayern 2030“ beschlossen. Scharf: „Ich will für die Natur begeistern. Mit zusätzlichen Anstrengungen soll dem Rückgang der Arten entgegen gewirkt werden. Das Biodiversitätsprogramm ist unsere Firewall gegen den Artenschwund. Knapp sechs Prozent der bayerischen Tier- und 3,5 Prozent der Pflanzenarten sind bereits ausgestorben.“ Unter anderem werden deshalb in allen Regierungsbezirken spezielle Artenhilfsprogramme für Tiere und Pflanzen umgesetzt, deren Fortbestand in Bayern gefährdet ist. Darüber hinaus verfolgt der Freistaat das Ziel, in jedem Landkreis eine staatlich anerkannte Umweltstation zu etablieren. Zudem werden auch die Gebietsbetreuer als wichtige Multiplikatoren für den Naturschutz weiter finanziert.

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.