Berlin:

Vorsatz: Drei von vier Verbrauchern wollen Lebensmittel retten
Appell von Bundesminister Christian Schmidt zur Woche der Abfallvermeidung: „Jeder hat es in der Hand, seine Bilanz zu verbessern!“

Rund 78 Prozent der Deutschen haben in den letzten Monaten bewusst Lebensmittelabfälle vermieden oder haben dies vor. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Oktober 2014, 1.009 Befragte, repräsentativ für die deutsche Bevölkerung über 14 Jahren). Demnach wollen 58 Prozent der Befragten bewusster einkaufen, 46 Prozent mehr Reste verwenden und 36 Prozent stärker auf die richtige Lagerung achten. Das Bundesministerium unterstützt sie dabei mit seiner Initiative Zu gut für die Tonne!. Pünktlich zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung ist für alle Lebensmittelretter ab sofort eine erweiterte Version der erfolgreichen Beste-Reste-App erhältlich.

„Jeder hat es selbst in der Hand, seine persönliche Abfallbilanz zu verbessern! Egal ob am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder zu Hause: Lebensmittel sind zu wertvoll und kostbar, um in der Tonne zu landen. Wir sollten unsere Lebensmittel nicht einfach gedankenlos konsumieren, sondern den Mitteln zum Leben die ihnen gebührende Wertschätzung entgegenbringen“, sagte Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, im Vorfeld der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. Derzeit landet noch immer etwa jedes achte gekaufte Lebensmittel im Abfall. Damit werden zugleich auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Arbeitskraft verschwendet, die zur Herstellung des Lebensmittels vom Acker bis zur Ladentheke eingesetzt wurden.

kartoffelsalat

Vom 22. bis 30. November beteiligen sich bundesweit zahlreiche Initiativen und Projekte und zeigen, wie man mit einfachen Maßnahmen Lebensmittelverschwendung vermeiden kann. Koordiniert wird die Woche der Abfallvermeidung in diesem und in den kommenden beiden Jahren vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Geplant sind über 280 Aktionen in ganz Deutschland, die sich mit dem Thema in unterschiedlichster Form auseinander setzen.

Erweiterte Version der Beste-Reste-App
Die Initiative Zu gut für die Tonne! bringt zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung eine erweiterte Version der erfolgreichen Beste-Reste-App auf den Markt. Nach dem Update ist die Navigation noch benutzerfreundlicher und führt schneller zu den verschiedenen Kapiteln der Anwendung. Darüber hinaus widmet sich ein neuer Themenbereich mit Infografiken den Folgen der Verschwendung und informiert zu den wichtigsten Zahlen und Fakten. Seit ihrer Veröffentlichung vor zwei Jahren im November 2012 wurde die App bereits 620.000 Mal heruntergeladen.

Jeder kann mithelfen, die App zu erweitern. Rund 70 Spitzenköche und Prominente sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben bereits Rezepte beigesteuert. Wer eine Kochidee für Lebensmittelreste hat, kann diese unter www.zugutfuerdietonne.de/kochidee<http://www.zugutfuerdietonne.de/kochidee> eingeben. Inzwischen enthält die App rund 400 Rezepte für beste Reste, zudem einen interaktiven Einkaufsplaner und viele Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit. Mit einem Wissenstest können die Nutzer spielerisch prüfen, was sie über Lebensmittel, deren Haltbarkeit und Lagerung wissen.

Neue Broschüre speziell für Kommunen
Aus aktuellem Anlass hat die Initiative Zu gut für die Tonne! zudem gemeinsam mit dem Projektträger Jülich eine Broschüre erarbeitet und veröffentlicht, die sich speziell an Kommunen richtet. Dieser Leitfaden zeigt gelungene Beispiele aus Kommunen und soll als Rat- und Impulsgeber für Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung in den Kommunen dienen.

Initiative Zu gut für die Tonne!
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative.

Weitere Informationen:

• Tipps zu Lebensmittellagerung und –haltbarkeit und Fakten zur Lebensmittelverschwendung unter www.zugutfuerdietonne.de<http://www.zugutfuerdietonne.de>.
• Unter www.zugutfuerdietonne.de/service/infomaterial<http://www.zugutfuerdietonne.de/service/infomaterial> können der Kommunenleitfaden sowie weitere Kampagnenpublikationen angeschaut und heruntergeladen oder bestellt werden.
• Link zur App: Die App ist gratis im AppStore und bei GooglePlay erhältlich: www.zugutfuerdietonne.de/app<http://www.zugutfuerdietonne.de/app>; Pressebild zur App: https://www.zugutfuerdietonne.de/uploads/media/140507_ZGFDT_APP_Werbegrafik_3.jpg
• Weitere Presseinformationen und Bildmaterial unter: https://www.zugutfuerdietonne.de/presse/

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.