Berlin:

Bundesminister Schmidt trifft neuen EU-Agrarkommissar Hogan
Konstruktives Gespräch über Vereinfachung bei der Agrarförderung
und praktikable Weiterentwicklung des Ökolandbaus

Seine erste Auslandsreise führte den neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Freitag zu politischen Gesprächen mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nach Berlin. „Ich freue mich, dass der neue EU-Agrarkommissar Phil Hogan Berlin als Ziel für seine erste Auslandsreise gewählt hat und wir uns bereits zwei Wochen nach seinem Amtsantritt rege austauschen konnten. Wir werden in den kommenden Jahren mit Sicherheit gut zusammenarbeiten“, sagte Schmidt.

Bundesminister Schmidt betonte, dass es ihm ein großes Anliegen ist, den rechtlichen Rahmen für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume so zu gestalten, dass die Vorgaben auch praktikabel sind. „Ich begrüße es sehr, dass die Vereinfachung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik zu Phil Hogans Prioritäten zählt. Wir alle müssen bei der EU-Agrarpolitik künftig stärker darauf achten, dass die rechtlichen Vorgaben für die Landwirte und die Verwaltungen leichter verständlich und umsetzbar sind“, sagte Schmidt.

Mit der jetzigen Agrarreform seien einige Elemente beschlossen worden, bei denen der Umsetzungsaufwand in keiner vertretbaren Relation zum Nutzen steht, beispielsweise die Prüfung des sogenannten aktiven Landwirts. Auch beim äußerst komplexen Greening müsse man prüfen, ob mehr Umweltleistungen mittelfristig nicht gezielter und über weniger komplexe Ansätze umgesetzt werden können. „Ich sehe es als unsere Pflicht an, ununterbrochen nach Verbesserungsmöglichkeiten Ausschau zu halten und einige Regelungen auf den Prüfstand zu stellen. Das gilt vor allem dort, wo Bürokratie und Nutzen nicht im Verhältnis stehen. Ich habe Phil Hogan deshalb zugesichert, ihn aktiv bei seinen Bemühungen zu unterstützen, die EU-Agrarpolitik zu vereinfachen, ohne dabei ihre Substanz in Frage zu stellen“, sagte Schmidt.

euro-fahne

Schmidt unterstrich erneut die Haltung Deutschlands und vieler Mitgliedsstaaten, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Neugestaltung der Öko-Verordnung so nicht umgesetzt werden darf. „Wir brauchen praxistaugliche Vorgaben, wie der Biolandbau gestärkt und der Rechtsrahmen gezielt weiter verbessert werden kann“, sagte Schmidt. Der Bundesminister ist der Auffassung, dass es zur Weiterentwicklung des Rechtsrahmens keiner vollständigen Revision des bereits existierenden europäischen Regelwerks bedarf. Die vorliegenden Verordnungen sehen bereits sehr differenzierte und in der Praxis überwiegend bewährte Regelungen vor. Die tatsächlich erforderlichen Verbesserungen könnten mit einem angemessenen Aufwand durch eine gezielte, problembezogene Weiterentwicklung der existierenden Rechtsvorschriften besser erreicht werden.

Zum Berichtigungsschreiben der Europäischen Kommission zum Haushaltsentwurf 2015 erklärte Schmidt, dass Deutschland die Vorschläge sehr aufmerksam und durchaus kritisch verfolge. „Die Finanzierung der infolge des Russland-Embargos ergriffenen Sondermaßnahmen aus der Agrarkrisenreserve des Haushaltsjahres 2015 birgt die Gefahr, dass die EU ihre unmittelbare Handlungsfähigkeit verliert, wenn eine erneute Krisensituation eintreten sollte“, sagte Schmidt. Die geplanten Maßnahmen zur Importstopp-Krise und die Finanzierung der noch anstehenden Maßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise auf dem Milchmarkt der baltischen Staaten und Finnlands führten dazu, dass die Krisenreserve bereits kurz nach Beginn des neuen Agrarhaushaltsjahres weitgehend ausgeschöpft sei. „Aus deutscher Sicht muss sichergestellt werden, dass auch bei einer Verschärfung der Krisensituation die Gemeinsame Agrarpolitik kurzfristig finanziell handlungsfähig bleibt“, sagte Schmidt.

Nach ihrem intensiven und konstruktiven Austausch vereinbarten Hogan und Schmidt, sich regelmäßig eng über wesentliche Dossiers wie die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik, die rechtlichen Regelungen für den Ökolandbau sowie den russischen Importstopp für Agrargüter abzustimmen. Sie haben das gemeinsame Ziel, vitale ländliche Räume und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Quelle:bmel.bund.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.