München:

Huml setzt sich für bessere Erforschung von seltenen Krankheiten ein – Bayerns Gesundheitsministerin: Freistaat bundesweit führend mit Neugeborenen-Screening

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt sich für eine bessere Erforschung von seltenen Erkrankungen ein. Huml betonte am Donnerstag anlässlich der aktuellen Spenden-Kampagne „Ice Bucket Challenge“ für die unheilbare Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose): „Menschen mit seltenen Erkrankungen gelten als ‚Waisen in der Medizin‘. Das Tragische ist: Es dauert manchmal Jahre, bis die Betroffenen eine Diagnose für ihr Leiden bekommen und erst dann kann eine wirksame Behandlung beginnen. Deshalb muss es unser Ziel sein, Patienten und Ärzte besser zu informieren, Kompetenzen zu bündeln und Forschungs- sowie Versorgungsstrukturen auszubauen.“ Ein wichtiger Schritt sei die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans für Menschen mit seltenen Erkrankungen im vergangenen Jahr.

krankenhaus

Diese Erkrankungen treten einzeln betrachtet zwar selten auf, aber die Zahl der Betroffenen ist aufgrund der Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder insgesamt sehr hoch: Allein in Bayern leiden Schätzungen zufolge rund 600.000 Menschen an einer seltenen Erkrankung. Die oft komplexen Krankheitsbilder stellen Ärzte bei Diagnose und Therapie vor große Herausforderungen.

Huml unterstrich: „Bayern ist bundesweit führend mit dem Neugeborenen-Screening auf angeborene Stoffwechselstörungen, die ebenfalls zu den seltenen Erkrankungen gehören. Dank dieser Untersuchung konnten in Bayern in den vergangenen 15 Jahren fast 1.200 Kinder mit Stoffwechselstörung rechtzeitig therapiert werden.“ Die Ministerin ergänzte: „Besonders freut es mich, dass nach den wegweisenden Modellprojekten in Bayern das Neugeborenen-Stoffwechselscreening seit 2005 Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist.“

In Bayern kommen pro Jahr rund 100 Kinder mit einer angeborenen Stoffwechsel- oder Hormonstörung zur Welt. Diese kann ohne Behandlung zu schwersten geistigen und körperlichen Behinderungen und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. Huml erörterte: „Wenn diese Störungen jedoch früh behandelt werden, ist eine normale Entwicklung möglich. In Bayern wurden seit 1999 über 1,5 Millionen Kinder auf angeborene Stoffwechselstörungen untersucht. Um die Forschung in diesem Bereich zu unterstützen, haben wir im Freistaat ein eigenes Register im Rahmen einer Langzeitstudie aufgebaut.“

Eine Erkrankung gilt in Europa dann als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Derzeit werden rund 7.000 bis 8.000 Erkrankungen als selten eingestuft. Schätzungen zufolge leiden etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland an einer seltenen Erkrankung.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter:

http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/praevention/kindergesundheit/neugeborenenscreening/

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.