Berlin:

Deutschland stärkt Mikroelektronikforschung
Bundesregierung und Sachsen intensivieren Beteiligung an europäischer Mikroelektronikinitiative ECSEL und stellen bis zu 400 Millionen Euro bereit

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Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich haben heute in Berlin vereinbart, die deutsche Beteiligung an dem europäischen Forschungsprogramm ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) zu verstärken. Die Europäische Union verfolgt mit dem von 2014 bis 2024 laufenden Programm das Ziel, den Weltmarktanteil der europäischen Mikroelektronik erheblich zu steigern. Bund und Freistaat stellen jeweils bis zu 200 Millionen Euro für ECSEL bereit.

„Deutschland hat starke Kompetenzen in der Mikroelektronik, die es angesichts des globalen Wettbewerbs weiter auszubauen gilt. Neue Themen wie Industrie 4.0 machen deutlich, welches Potenzial durch Forschung für Wirtschaft und Gesellschaft entfaltet werden kann. Als Bundesregierung fördern wir die Innovationsstärke Deutschlands und entwickeln die erfolgreiche Hightech-Strategie gerade weiter“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Berlin. Die Bundesregierung will die Förderung auf intelligente Elektroniksysteme, Chip- und Systemdesign, Leistungselektronik sowie die chipbasierten Sicherheitstechnologien ausrichten. Zudem sollen wichtige Bereiche – wie zum Beispiel die Chip-Produktionstechnologie – gestärkt und der Zugang zu neuen Technologien ermöglicht werden.
„Damit Sachsen der bedeutendste europäische Mikroelektronikstandort bleibt und international auch künftig in der ersten Liga spielt, unterstützen wir im engen Schulterschluss mit dem Bund Forschungsprojekte der europäischen Champions League“, betonte Tillich. „Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die aus Sachsen heraus ihre Expertise in europäische Projekte einbringen können, ermutige ich, sich aktiv daran zu beteiligen.“

Vor allem der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektroindustrie und der Fahrzeugbau sind auf eine wettbewerbsfähige Mikroelektronik-Branche in Deutschland und Europa angewiesen. Daher liegt der Schwerpunkt der neuen Zusammenarbeit im Bereich der More-than-Moore-Technologie, bei der zusätzliche Funktionalitäten im Chip integriert werden. Die Elektronikindustrie in Europa unterhält rund 250.000 direkte und insgesamt mehr als 2,5 Millionen Arbeitsplätze in der gesamten Wertschöpfungskette. In Sachsen sind rund 25.000 Personen in der Mikroelektronik-Branche in engerem Sinne beschäftigt. Die Mikroelektronik- einschließlich der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche in Sachsen umfasst 2.100 Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit mehr als 51.000 Beschäftigten. Jeder zweite in Europa produzierte Chip stammt heute aus Sachsen. In über 300 Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird im Freistaat ein jährlicher Umsatz von rund sechs Milliarden Euro erwirtschaftet.

Mit ECSEL bündelt die EU Fördermittel aus Horizont 2020 und den Mitgliedsstaaten. Dadurch werden Projekte im Umfang von insgesamt bis zu 5 Milliarden Euro ermöglicht, an denen sich die Industrie mit rund der Hälfte finanziell beteiligt. Die heute zwischen Bund und Freistaat vereinbarte Zusammenarbeit soll die Zahl der europaweiten Verbundprojekte mit deutscher und sächsischer Beteiligung im europäischen Förderprogramm ECSEL deutlich erhöhen und so den Hightech-Standort Deutschland weiter stärken.

Weitere Informationen u.a. zum Positionspapier der Bundesregierung zur Mikroelektronik, zur ersten Förderbekanntmachung von ECSEL sowie zum Mikroelektronikstandort Sachsen finden Sie unter:
www.bmbf.de/de/6247.php
www.invest-in-saxony.net/de/Hochtechnologie-Branchen/MIKRO_-_Mikroelektronik___IKT_in_Sachsen/15565.html
ec.europa.eu/digital-agenda

Quelle:bmbf.bund.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.