München:

Laut einer Forsa-Umfrage hat bereits jeder vierte 14- bis 20-Jährige in Bayern Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht. Über 60 Prozent kennen jemanden, der selbst schon einmal Opfer von Mobbing in der digitalen Welt geworden ist. Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich und Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, stellten heute in München neue Unterrichtsmaterialien zum Thema Cybermobbing vor. „Wir müssen bereits die Anfänge von Mobbing verhindern“, betonte Staatssekretär Eisenreich. „Gerade im Internet nehmen Beleidigungen und böswillige Äußerungen unter Jugendlichen zu. Dort ist es besonders schwierig, sich gegen derartige Angriffe erfolgreich zur Wehr zu setzen. Schulische Prävention ist daher von großer Bedeutung. Hierfür können die neuen Unterrichtsmaterialien gewinnbringend eingesetzt werden.“ Georg Eisenreich wies darauf hin, dass die bayerischen Schulen die Prävention sehr ernst nähmen: „Im Rahmen des landesweiten
Projekts ‚Schule als Lebensraum – ohne Mobbing‘ steht unseren Schulen eine Reihe von Programmen zur Mobbingprävention zur Verfügung. Speziell ausgebildete Beratungsfachkräfte unterstützen die Lehrkräfte vor Ort, beispielsweise durch Fortbildungen.“

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„Cybermobbing ist keine Randerscheinung, sondern eine weit verbreitete Realität“, sagte Christian Bredl von der TK. „Mit unserer Initiative ‚Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein‘ wollen wir dieser Entwicklung gezielt entgegenwirken, denn betroffene Kinder leiden häufig jahrelang an den Folgen.“ Mobbing kann laut Bredl schwerwiegende psychische Störungen verursachen und fördern. Dazu zählen vor allem Suchterkrankungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und Störungen des Sozialverhaltens. „Die Häufigkeit der seelischen Krankheiten bei jungen Menschen ist ohnehin schon besorgniserregend. Wir müssen folglich alles dafür unternehmen, dass der zusätzliche Effekt, den Mobbing und insbesondere Cybermobbing haben kann, minimiert wird“, so Bredl.

Im Schuljahr 2011/2012 hat das Kultusministerium zusammen mit der TK in Bayern die Aktion „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein“ ins Leben gerufen. Ein Element ist dabei der 'Anti-Mobbing'-Koffer. Dieser enthält umfangreiches Material für die Projektarbeit zur Mobbingprävention. Die TK hat den Schulen in Bayern bisher 1.200 Koffer zur Verfügung gestellt. Das Ergänzungsmodul Cybermobbing wurde nun in alle Koffer mit aufgenommen und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der fünften bis achten Klassen in Bayern. Es enthält Unterrichtsmaterialien, eine Elternbroschüre mit Hinweisen zum richtigen Umgang mit betroffenen Kindern und Tipps zum fairen Umgang in digitalen Kommunikationswelten. Ein Film zeigt am Beispiel eines betroffenen Schülers, welche Erscheinungsformen von Cybermobbing es gibt und wie schwierig es ist, sich gegen die Angriffe zur Wehr zu setzen.

Nach einer entsprechenden Fortbildung können Lehrkräfte an Schulen den ‚Anti-Mobbing‘-Koffer von der jeweiligen Staatlichen Schulberatungsstelle ausleihen. Von 2011 bis 2013 wurden rund 2.600 Lehrkräfte geschult, an über 650 Schulen kam der Koffer zum Einsatz.

Quelle: stmbw.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.