Augsburg:
Synergien nutzen, Kapazitäten ausweiten, Spezialisierungen schaffen – das sind die Ziele der Augsburger Beratungsstelle für Strafentlassene (ABS), deren neue Räume heute feierlich eingeweiht wurden. Der Amtschef des Bayerischen Justizministeriums, Dr. Walter Schön, erklärt zu diesem Anlass: „Der bayerische Strafvollzug zieht – bildlich gesprochen – alle Register, damit der Straftäter von heute ein gemeinverträglicher Nachbar von morgen wird – insbesondere schulische und berufliche Bildung, Arbeit, sinnvolle Freizeitgestaltung, aber auch seelsorgerische, psychologische und sozialpädagogische Betreuung.“

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„Die Erfahrung zeigt aber“, so Dr. Schön weiter, „dass die größte Gefährdung der guten Vorsätze zunächst die Freiheit ist. Mit der Entlassung fallen die klaren Strukturen und die vielfältigen Hilfestellungen im Vollzugsalltag plötzlich weg. Gerade wenn in dieser Phase Enttäuschungen und Rückschläge auftreten, droht der Rückfall in die vor der Haft bestehenden Verhaltensmuster und damit in die erneute Kriminalität. Die ABS leistet gerade in dieser sensiblen Phase durch ihr breites Hilfsangebot und die umfassende Betreuung einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung von Strafgefangenen!“

 

Die Unterstützung für die ehemaligen Gefangenen in allen Lebensbereichen helfe, den sonst drohenden „Drehtüreffekt“ zu vermeiden. Dabei komme insbesondere der Unterstützung bei der Wohnungssuche besondere Bedeutung zu. „Und jeder resozialisierte entlassene Strafgefangene erhöht die Sicherheit der Bevölkerung“, so Dr. Schön.

 

Die ABS ist eine zentrale Anlaufstelle, in der alle ambulanten Hilfsangebote für aus der Haft entlassene Menschen zusammengefasst sind. Die Hilfe für Strafentlassene besitzt in Augsburg eine lange Tradition. Unter dem Dach der Beratungsstelle ABS haben sich zahlreiche Akteure zu einer gemeinsamen Trägerschaft zusammengeschlossen: das Diakonische Werk Augsburg (DWA), der SKM Augsburg – Kath. Verband für soziale Dienste, der Sozialdienst kath. Frauen (SKF) und die Justizvollzugsanstalt Augsburg. Stadt und Landkreis Augsburg unterstützen die ABS bereits sowie in Zukunft auch der Landkreis Aichach / Friedberg. Die Agentur für Arbeit, der Bayerische Landesverband für Gefangenenfürsorge, die Justizvollzugsanstalten Aichach, Kempten und Memmingen beteiligen sich ebenfalls als fördernde Träger an der neuen Anlaufstelle. Das Beratungsangebot richtet sich an Strafentlassene aus Augsburg und den angrenzenden Landkreisen.

 

Eine Optimierung der Entlassungsvorbereitung gegen Ende des Vollzugs, des sog. Übergangsmanagements, hatte sich eine Arbeitsgruppe des bayerischen Justizministeriums zum Ziel gesetzt. „Den Haftentlassenen soll ein so genannter sozialer Empfangsraum bereitet werden“, erklärt Harald Eckart, Leiter des Bodelschwingh-Hauses, einer Diakonieeinrichtung zur Wiedereingliederung straffälliger Männer. Laut dem Bericht der Arbeitsgruppe baut ein erfolgreiches Übergangsmanagement dem ehemaligen Gefangenen eine Brücke in die Freiheit, trägt zur optimalen sozialen Reintegration bei und verhindert einen Rückfall in die Straffälligkeit. Somit profitieren nicht nur die rat- und hilfesuchenden Menschen, sondern auch die Gesellschaft von dem neuen Beratungsangebot.

 

Die ABS vermittelt nicht nur Unterkünfte, sondern stellt Strafentlassenen auch selbst vorübergehend Wohnraum zur Verfügung. Damit dies zukünftig in noch größerem Ausmaß erfolgen kann, stellt der Bayerische Landesverband für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe der ABS zwei Wohnungen zur Verfügung.

 

In den Räumen der neuen Beratungsstelle im Springergäßchen 14 sind neben DWA-Mitarbeiterin Elke Mahne auch Marie-Christin Nietsch von der Justizvollzugsanstalt Augsburg sowie Dominik Appelt vom SKM Augsburg tätig. Strafentlassene Frauen werden beim SKF am Leonhardsberg 16 von Bärbel Marbach-Kliem und Annemarie Schafnitzel beraten. Über die Gespräche in der Beratungsstelle hinaus bieten die Fachkräfte regelmäßig Sprechstunden in den Justizvollzugsanstalten im Einzugsgebiet an (Augsburg, Aichach, Kaisheim und Landsberg am Lech).

 

 

Information:

 

Die Augsburger Beratungsstelle für Strafentlassene Männer hat ihren Sitz im Springergäßchen 14. Die Straffälligenhilfe für Frauen in der ABS bleibt in ihren Räumen am Leonhardsberg 16.

 

Die Berater sind unter folgenden Telefonnummern zu erreichen:

Elke Mahne: (0821) 45019-3361

Dominik Appelt: (0821) 45019-3362

Marie-Christin Nietsch: (0821) 45019-3363

 

 

Öffnungs-/Sprechzeiten:

 

Fachbereich Männer

Montag: 9:30 bis 12:30 Uhr

Dienstag: 13:30 bis 15:30 Uhr

Mittwoch: 9 bis 12 Uhr

Donnerstag: 14 bis 17 Uhr

Freitag: 10 bis 12 Uhr

und nach Vereinbarung

 

Fachbereich Frauen

Montag bis Donnerstag: 8:30 Uhr – 16:00 Uhr

Freitag: 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.