Fürth:

Unternehmen Stadt Fürth: Beteiligungsbericht vorgestellt

Das Finanzreferat hat dieser Tage den neunten Beteiligungsbericht der Stadt Fürth vorgelegt. Er umfasst die Jahre 2008 bis 2012 und zeigt die Porträts der insgesamt 27 Unternehmen und Gesellschaften, an denen die Stadt im Jahr 2012 oder in den vorangegangenen vier Jahren mit mindestens fünf Prozent beteiligt war, sowie die Sparkasse Fürth.

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Insgesamt haben die Tochterunternehmen, bei denen – die Sparkasse nicht mitgerechnet – etwa 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, im Jahr 2012 rund 665 Millionen Euro Einnahmen erwirtschaftet, wie Finanzreferentin Stefanie Ammon bei der offiziellen Vorstellung erklärte. Ihr konsolidierter Schuldenstand belief sich auf rund 211 Millionen Euro. Dem stand ein konsolidiertes Netto-Anlagevermögen von etwa 359 Millionen Euro gegenüber.
„Die Töchter stehen zu Unrecht nicht im Fokus der Öffentlichkeit“, sagte Oberbürgermeister Thomas Jung. Denn mit ihren Ergebnissen könne man „sehr zufrieden“ sein. Die schönste Entwicklung, so das Stadtoberhaupt, habe wohl das Klinikum gemacht, das nach schwerer Krise nun stabil schwarze Zahlen schreibe. „Allerdings muss man immer mit Rückschlägen rechnen“, schätzt Jung die Lage realistisch ein, „die Krankenhäuser in Deutschland sind chronisch unterfinanziert und die Gewinne der Einrichtung sind durch tarifliche Gehaltserhöhungen bedroht.“

Auch mit der Entwicklung der infra zeigte sich Jung sehr zufrieden. „Von Ausbluten kann keine Rede sein“, betonte er, im Gegenteil: „Der Partner Bayernwerk spricht von der infra immer als ‚Perle der Beteiligungen‘.“ Betrug der Jahresüberschuss der infra-Holding im Jahr 2008 zwei Millionen Euro, lag er 2012 bei rund 4,5 Millionen Euro.

Ziel bei den Töchtern, betonte Ammon, dürfe aber nicht eine Gewinnmaximierung sein. „Vielmehr muss im Konzern-Portfolio ein ganz wesentlicher Fokus darauf liegen, dass die erbrachten öffentlichen Leistungen zu sozial gerechtfertigten aber ebenso finanziell tragfähigen Preisen bzw. Entgelten angeboten und nachgefragt werden.“ In dieser Balance aus öffentlichem Auftrag einerseits und der gleichzeitigen Notwendigkeit, den Unternehmen ihre Ertrags- und Finanzkraft zu erhalten und dabei ebenso die Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit des städtischen Haushalts zu sichern, liege eine außerordentlich hohe Herausforderung. Das vom Beteiligungsmanagement der Stadt unter Federführung von Christian Wolf erstellte 351 Seiten starke Werk ist laut Ammon „an Transparenz nicht zu überbieten“ und gehe weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Zudem greifen nun für alle städtischen GmbHs, soweit sie der Stadt allein oder mehrheitlich gehören, sowie für das Klinikum die vom Stadtrat beschlossenen Grundsätze guter Unternehmensführung und Beteiligungssteuerung. Hierzu zählt auch, dass jährlich Zielvereinbarungen geschlossen werden. Die Wirtschaftspläne sind bereits ab 2014 und künftig auch die Quartalsberichte alle nach der gleichen Struktur aufgebaut – ein wichtiger Schritt auch in der „aktiven Mandatsträgerbetreuung“, wie Wolf erläuterte. Denn so sei es für Stadträte in den Aufsichtsgremien leichter, die Zahlen stadteinheitlich einzuordnen. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, steuernd zu begleiten, auch im Sinne einer Beratungsfunktion für die Unternehmen“, betonte er.

Bürgerinnen und Bürger können in das umfangreiche Zahlenwerk jederzeit Einsicht nehmen. In der Bürgerinformation liegt ein Exemplar aus, im Internet kann der komplette Bericht zudem auf der Homepage der Stadt unter www.fuerth.de/finanzen heruntergeladen werden.

Quelle:fuerth.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.