Ansbach:

Amtswechsel bei den Justizvollzugsanstalten Nürnberg und Ansbach / Ministerialdirektor Dr. Walter Schön verabschiedet Renate Schöfer-Sigl und führt Thomas Vogt in sein Amt ein / „Oberstes Ziel des Strafvollzugs in Bayern ist die Resozialisierung zur Vermeidung neuer Straftaten und damit gleichzeitig der Schutz der Bevölkerung.“

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Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, Ministerialdirektor Dr. Walter Schön, hat heute den Amtswechsel an der Spitze der Justizvollzugsanstalten Nürnberg und Ansbach vollzogen. Bei einem Festakt verabschiedete er Renate Schöfer-Sigl, die seit November 2013 die Leitung der Justizvollzugsschule Straubing übernommen hat. Gleichzeitig führte er Thomas Vogt als Nachfolger in das Amt des Anstaltsleiters ein.

In seiner Rede ging Dr. Schön auf das Übergangsmanagement im bayerischen Justizvollzug ein. „Oberstes Ziel des Strafvollzugs in Bayern ist die Resozialisierung der Gefangenen zur Vermeidung neuer Straftaten und damit gleichzeitig der Schutz der Bevölkerung“, so Dr. Schön. „Die Erfahrung zeigt, dass die größte Gefährdung der guten Vorsätze eines entlassenen Strafgefangenen von den Schwierigkeiten ausgeht, die die Änderung der Lebensumstände nach der Entlassung mit sich bringen. Also das Leben ohne Leitplanken, schlicht: die große Freiheit.“

Dr. Schön weiter: „Die Basis jeder gelungenen Resozialisierung wird während der Zeit des Vollzugs gelegt. Ein besonderes Augenmerk legen wir aber auch darauf, die schwierige Zeit nach der Entlassung mit einem Netzwerk unterstützender Aktivitäten zu begleiten. Um dem Entlassenen den notwendigen Halt zu geben, müssen die maßgeblichen Stellen im Justizvollzug und in den Organisationen, die in der Wiedereingliederung nach der Entlassung tätig sind, frühzeitig eng zusammenarbeiten.“ Bayern habe, so Schön, frühzeitig erkannt, dass bei der Wiedereingliederung von Strafgefangenen die Einzelmaßnahmen zur Unterstützung der Freigelassenen koordiniert und verzahnt werden müssen. „Nur dann können sie besonders wirksam sein“, so Schön.

Renate Schöfer-Sigl (57) ist seit rund 29 Jahren im bayerischen Justizvollzugsdienst beschäftigt. Zu ihren bisherigen Stationen zählte unter anderem die Justizvollzugsanstalt Ebrach, deren Leitung sie innehatte. Im Jahr 2010 wurde sie zur Leiterin der Justizvollzugsanstalten Nürnberg und Ansbach bestellt. Diese Funktion übte sie bis zu ihrem Wechsel an die Justizvollzugsschule Straubing als deren Leiterin im November 2013 aus.

Als ihr Nachfolger wurde im Februar dieses Jahres Thomas Vogt (49) zum Leiter der Justizvollzugsanstalten Nürnberg und Ansbach bestellt. Er begann seine berufliche Laufbahn im Justizvollzug vor knapp 19 Jahren bei der Justizvollzugsanstalt St. Georgen-Bayreuth. In der Folge war er in der Justizvollzugsanstalt Würzburg sowie als Leiter der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg tätig. Seit 2012 hatte er die Leitung der Justizvollzugsanstalten Bamberg und Kronach inne.

„Auch hier in Nürnberg hat Frau Schöfer-Sigl bewiesen, dass Sie über alle Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt, die eine erfolgreiche Anstaltsleiterin ausmachen. Das weit gefächerte Aufgabenprofil füllt sie mit ihrer Fachkompetenz, ihrem großen Engagement und vor allem ihrem gewinnenden ausgleichenden Wesen bestens aus“, so Dr. Schön. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Vogt als Nachfolger hier in Nürnberg und Ansbach gewinnen konnten. Wir sind überzeugt, dass er alle Herausforderungen, die dieses Amt stellt, überzeugend bewältigen wird.“

Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

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