München:

Justizministerin Merk fordert höheren Strafrahmen für gewerbsmäßige Tachomanipulationen: „Wer mit hoher krimineller Energie ans Werk geht, muss auch hoch be-straft werden können!“

Anlässlich eines großen Ermittlungsverfahrens
bei der Staatsanwaltschaft München I fordert Bayerns
Justizministerin Dr. Beate Merk eine Erhöhung des
Strafrahmens für gewerbsmäßig handelnde Tachofälscher.
Wer bei gebrauchten Kraftfahrzeugen gezielt die vom
Wegstreckenzähler angezeigte Kilometerlaufleistung
reduziert, macht sich nach geltendem Recht zwar strafbar.
Die vorhandenen Strafrahmen sind aber eher am Bild
des Gelegenheitstäters ausgerichtet. Merk: „In dem
Münchener Verfahren zeigt sich, dass es hier keineswegs
nur um eine vereinzelte Taktik unseriöser Gebrauchtwagenverkäufer
oder Leasingnehmer geht. Vielmehr gibt es professionell
handelnde Täter, die sich auf Tachomanipulationen
spezialisieren und sie in großer Zahl gegen Honorar
durchführen. Der kriminellen Energie dieser Täter
werden die vorhandenen Strafrahmen kaum gerecht.“

 

In
der Praxis gelingt es nur selten, die Manipulation
eines Wegstreckenzählers als Beteiligung an einem
Betrug abzuurteilen. Der Gesetzgeber hat dieses Problem
bereits erkannt und 2005 einen eigenen Straftatbestand
geschaffen: § 22b des Straßenverkehrsgesetzes stellt
seitdem die Verfälschung der Messung eines KFZ-Wegstreckenzählers
als solche unter Strafe, ohne dass dem Täter eine
betrügerische Intention nachgewiesen werden müsste.
Merk: „Nach geltendem Recht kann für die Tat aber
maximal ein Jahr Freiheitsstrafe verhängt werden.
Für Täter, die gewerbsmäßig die Kilometerstände
von Gebrauchwagen frisieren, brauchen wir einen höheren
Strafrahmen, der wenigstens bis drei Jahre Freiheitsstrafe
reicht.“

 

Merk abschließend:
„Natürlich werden die Gerichte die aktuellen Fälle
anhand des derzeit geltenden Strafrechts zu beurteilen
haben. Das Münchener Verfahren führt aber deutlich
vor Augen, dass hier ein gesetzgeberischer Handlungsbedarf
besteht. In zukünftigen Fällen müssen unsere Gerichte
aus einem Strafrahmen schöpfen können, der auch der
kriminellen Energie gewerbsmäßig handelnder Tachofälscher
Rechnung trägt.“

Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.