Berlin:

Afrikanische Schweinepest: Speisereste nicht achtlos wegwerfen
Bundesminister Schmidt: „Alle sind aufgerufen, durch vorsorgendes
Verhalten eine weitere Ausbreitung zu verhindern“

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Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf, um eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa zu verhindern. Zu diesem Zweck startet das BMEL in der kommenden Woche eine Aufklärungskampagne an Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen. An den Autobahnen in Ostdeutschland, aber auch in den südlichen und westlichen Bundesländern informieren Warnplakate über die Afrikanische Schweinepest. Reisende werden aufgefordert, Speisereste nicht achtlos zu entsorgen, sondern nur in verschlossene Müllbehälter zu werfen. Das Plakatmotiv sowie Antworten auf häufige Fragen zur ASP sind auf der BMEL-Website www.bmel.de/asp<http://www.bmel.de/asp> abrufbar. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hält umfassende Informationen bereit (http://www.fli.bund.de).

Die deutschen Behörden beobachten die Situation derzeit mit erhöhter Aufmerksamkeit, nachdem in den zurückliegenden Wochen die Afrikanische Schweinepest erstmals bei Wildschweinen im südlichen Teil Litauens sowie Anfang Februar im nordöstlichen Teil Polens festgestellt wurde. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt appelliert an die Bevölkerung, Tierhalter und die Jägerschaft: „Auch wenn derzeit keine Hinweise vorliegen, dass sich die ASP weiter nach Westen ausbreitet, sind umfassende Vorsorgemaßnahmen auf verschiedenen Ebenen erforderlich. Alle sind aufgerufen, sich mit den Tücken der Schweinepest vertraut zu machen und durch vorsorgendes Verhalten ihren Teil dazu beizutragen, eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.“
Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die für Haus- und Wildschweine tödlich ist. Für den Menschen stellt sie keine Gefahr dar. Die Schweinepest wird entweder direkt über Tierkontakte oder indirekt, zum Beispiel über Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren übertragen. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und kann etwa auch über Transportfahrzeuge eingeschleppt werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann bereits ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Für Reisende, insbesondere auch Fernfahrer, gilt daher der dringende Hinweis, keine Lebensmittel tierischer Herkunft oder Reiseproviant aus den betroffenen Gebieten mitzubringen. Generell sollten Speisereste in verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden. An der aktuellen Plakataktion beteiligen sich die Straßenbauverwaltungen in Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Eine Einschleppung der ASP nach Deutschland brächte neben den Auswirkungen für die Tiere auch schwere wirtschaftliche Folgen mit sich. Im Seuchenfall ist der gesamte Tierbestand zu töten. Diese enormen wirtschaftlichen Schäden für die Tierhalter würden verschärft durch großflächige Schutzzonen mit strengen Handels- und Transportverboten. Besonders kritisch wäre eine Einschleppung in den Schwarzwildbestand, weil hier die Möglichkeiten der Seuchenbekämpfung begrenzt sind.

Das BMEL informiert die Bundesländer, Tierhalterverbände und die Jägerschaft regelmäßig über die Lage und die empfohlenen Maßnahmen. Für die Veterinärämter und den Einzelhandel hat das BMEL einen Handzettel zum Download vorbereitet. Das Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit – aktualisiert regelmäßig seine Risikobewertung zur Einschleppungsgefahr der ASP. Mit den Bundesländern wurden verstärkte Untersuchungen auf ASP vereinbart. Schweinehalter weist das BMEL auf die besondere Bedeutung hin, die den Regelungen der Schweinehaltungshygiene-Verordnung in diesem Zusammenhang zukommt.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.