München:

Merk stellt fünften Bayerischen Verbrauchermonitor vor:

Bayerns Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk hat heute in München den aktuellen Bayerischen Verbrauchermonitor 2013 mit dem Schwerpunkt Energie vorgestellt. Danach befürworten acht von zehn Bayern klar den Ausstieg aus der Kernenergie. 37% sind allerdings nicht bereit, für die Energiewende einen höheren Strompreis zu bezahlen, 40% würden eine Erhöhung bis zu 10% akzeptieren. Ein klares Signal für Merk: „Die bayerischen Verbraucher stehen hinter der Energiewende, aber nicht zu jedem Preis. Für die Politik heißt das: Wir müssen dafür sorgen, dass Strom auch für die Verbraucher bezahlbar bleibt. Denn das Gelingen der Energiewende steht und fällt mit der Zustimmung und der Mitwirkung der Verbraucher!“

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Die Ministerin weiter: „Der Wettbewerb im Energiesektor muss auch über die Nachfrageseite angestoßen werden. Um aber den Verbrauchern eine informierte und eigenverantwortliche Entscheidung zu ermöglichen, müssen wir die Tarife vergleichbar machen. Die im Internet zu findenden Vergleichsportale bieten zwar einen ersten Anhalt, mehr aber auch nicht. Ich fordere daher schon lange einen verständlichen Beipackzettel für Strom- und Gasverträge.“ Der Bundesrat hat dem bayerischen Vorschlag bereits 2012 zugestimmt. „Hier müssen wir jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen“, so Merk.

Den wichtigsten Hebel für eine erfolgreiche Energiewende sehen nahezu zwei Drittel der bayerischen Bevölkerung im Energiesparen. Hier spielt das Thema Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Nahezu alle bayerischen Verbraucher achten beim Kauf von Elektrogeräten auf eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse und nehmen dabei auch Mehrkosten in Kauf.

Im Rahmen des Verbrauchermonitors 2013 wurde neben dem Schwerpunktthema Energie auch der Vertrauensindex wieder erfasst – in Bayern damit bereits zum fünften Mal. Er bewegt sich nach wie vor auf mittlerem Niveau (57 von 100 Punkten). Der kontinuierliche Anstieg der Zufriedenheit mit dem Verbraucherschutz in der Telekommunikations- und Internetbranche setzt sich auch 2013 fort. Merk „Dies ist für mich eine erfreuliche Bestätigung, dass unsere Initiativen im Kampf gegen Abzocke – wie etwa die Buttonlösung bei Online-Käufen – auch bei den Verbrauchern spürbar werden.“

Dagegen fühlt sich die Hälfte der Bayern in den Bereichen Finanzen und Versicherungen noch nicht ausreichend geschützt. Hier sieht Merk weiter Handlungsbedarf: „Zwar haben wir in den letzten Jahren Verbesserungen für den Verbraucher durchsetzen können, wie beispielsweise die Einführung von Produktinformationsblättern oder verbesserte Regulierungen im grauen Kapitalmarkt. Aus Konsumentensicht muss aber noch mehr getan werden – das nehme ich sehr ernst.“

Hintergrund:

Der Verbrauchermonitor 2013 wurde in Bayern als Kooperationsprojekt im Auftrag des StMJV, des StMUG und des StMWIVT von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK ) Nürnberg im Frühjahr 2013 durchgeführt. Die Erhebung wurde außerdem zeitgleich in Baden-Württemberg im Auftrag des dortigen Verbraucherministeriums umgesetzt. Befragt wurden in Bayern und Baden-Württemberg je rund 1000 Personen. Eine ausführliche Zusammenstellung der Ergebnisse findet sich unter http://www.vis.bayern.de/verbrauchermonitor/index.htm.

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.