München:

Justizministerin Merk: „Ein moderne Justiz ist täglich um Bürger- und Benutzerfreundlichkeit bemüht!“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat heute erste Verbesserungsmaßnahmen vorgestellt, die die bayerische Justiz gut ein Jahr nach einer Evaluation des Rechts- und Justizstandorts Bayern auf den Weg gebracht hat. „Letztes Jahr haben wir uns einer objektiven und repräsentativen Bewertung gestellt: Wir haben die Bürger gefragt, wie zufrieden sie mit der bayerischen Justiz sind“, so Merk. „Gut, aber nicht gut genug. – Das war das Fazit, das ich aus der Umfrage gezogen habe. Die bayerische Justiz hat zwar sehr hohe Zufriedenheitswerte erhalten. In einigen Bereichen waren die Befragten aber auch unzufrieden. Jetzt haben wir erste Verbesserungsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um die Schwachstellen in diesen Bereichen auszumerzen.“

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Ansatzpunkte für Verbesserungsmaßnahmen waren insbesondere die Bereiche „Bürgerservice“, „Opferschutz“ und „langdauernde Verfahren“:

· Bürgerservice

Der Wunsch vieler Befragter nach einer besseren telefonischen Erreichbarkeit der Justizbehörden wurde durch die Einführung landesweit einheitlicher Mindestsprechzeiten von werktäglich 8 Uhr bis 12 Uhr umgesetzt. Weiterhin werden künftig in den Justizgebäuden komfortable, ansprechende Wartebereiche eingeplant.

· Opferschutz

Das sogenannte Adhäsionsverfahren gibt dem Opfer einer Straftat die Möglichkeit, bereits im Rahmen des Strafverfahrens seine zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche gegen den Täter geltend zu machen. Für das Opfer wird so eine Doppelbelastung durch zwei Prozesse vermieden. In der Praxis wird von dieser Möglichkeit aber zu wenig Gebrauch gemacht. Um das zu ändern, werden derzeit benutzerfreundliche Formblätter entwickelt, um dem Betroffenen die Antragstellung zu erleichtern. Parallel dazu werden die bayerischen Richter und auch die Rechtsanwälte für das Adhäsionsverfahren sensibilisiert.

Wer als Zeuge vor Gericht muss, wird oft von Unsicherheit begleitet. Seit langem gibt es bei den bayerischen Justizbehörden sogenannte Zeugenbetreuungsstellen, die helfend zur Seite stehen. Diese Möglichkeit der Hilfestellung ist bislang aber zu wenig bekannt. Deshalb enthält die Zeugenladung künftig einen deutlichen Hinweis auf diese Anlaufstellen.

· Langdauerende Verfahren

Obwohl die tatsächliche durchschnittliche Verfahrensdauer bei den bayerischen Justizbehörden besser ist, als die von den Bürgern erwartete und akzeptierte Verfahrensdauer, gibt es Einzelverfahren, die zu lange dauern. Regelmäßig sind dies komplexe Verfahren, in denen ein Sachverständigengutachten eingeholt werden muss. Eine Arbeitsgruppe erstellt derzeit für solche Fälle ein „Verfahrensmanagement“, das Möglichkeiten den Prozess zu verkürzen aufzeigt. Die wichtigsten Tipps rundum „Sachverständigenprozesse“ wurden den Richtern bereits als Informationsblatt an die Hand gegeben.

„Diese Maßnahmen werden den Bürgern unmittelbar zu Gute kommen. Wir haben gefragt und wir haben Antworten bekommen. Wo es Verbesserungsbedarf und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, packen wir an“, so Merk abschließend.

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.