Berlin:

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Strategie beschlossen, um die biobasierte Wirtschaft in Deutschland zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermindern. Bei der Vorstellung der „Politikstrategie Bioökonomie“ am Mittwoch in Berlin sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Wir müssen wegkommen vom Öl und lernen, stärker zu nutzen, was die Natur uns bietet. Die Bioökonomie ist ein Wachstumsmarkt, auf dem sich Deutschland schon jetzt im Spitzenfeld bewegt. Wir können diese Stellung weiter ausbauen, neue Erfindungen umsetzen, Arbeitsplätze schaffen und zugleich den Umweltschutz voranbringen. Viele Unternehmen haben schon gute Ideen umgesetzt, darunter zum Beispiel Kleidung aus Bestandteilen der Milch. Derzeit wird sogar eine schusssichere Weste auf Biobasis entwickelt. Die Bioökonomie orientiert sich an natürlichen Stoffkreisläufen und umfasst Pflanzen, Tiere und auch Mikroorganismen.“ Mit Hilfe von Spitzentechnologie ist es in diesem Bereich möglich, vielfältige Produkte herzustellen, die nicht nur ohne Erdöl auskommen, sondern sogar oftmals bessere Produkteigenschaften haben.
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, betonte: „Mit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 und dem Zukunftsprojekt ‚Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl‘ legen wir in der Forschung die Grundlagen für die Bioökonomie. Die modernen Naturwissenschaften erschließen große neue Wachstumspotenziale. In Verbindung mit Agrarwissenschaften und Sozioökonomie sind sie die Basis für nachhaltiges Wirtschaften. Mir ist wichtig, dass der Bioökonomierat, in dem diese Disziplinen ebenfalls vereint sind, den Prozess und den Dialog über Prioritätensetzungen mit der Gesellschaft begleitet.“ Auf Empfehlung des Bioökonomierats startet das BMBF heute als Maßnahme der Politikstrategie Bioökonomie eine neue Forschungsinitiative zur nachhaltigen Nutzung von landwirtschaftlichen Böden. Für die Förderinitiative „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie – BonaRes“ können bis zum 31. Januar 2014 Projektvorschläge eingereicht werden.

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Immer mehr Unternehmen setzen bei der Herstellung ihrer Produkte bereits heute auf einen Rohstoffmix aus verschiedensten nachhaltig erzeugten nachwachsenden Ressourcen und haben mit Hilfe der Wissenschaft bereits zahlreiche neue Produkte entwickelt. So gibt es im Handel mittlerweile Trinkwasserflaschen aus pflanzlichen Rohstoffen. Aus Rizinusöl werden Kunststoffe für Dübel hergestellt, ein Automobilhersteller fertigt aus diesem Rohstoff Motorabdeckungen an, um nur einige Beispiele zu nennen. Mit 17 strategischen Ansätzen in acht Handlungsfeldern deckt die Strategie der Bundesregierung alle Politikfelder ab, die für eine nachhaltige und international wettbewerbsfähige Bioökonomie relevant sind: Die Industrie- und Energiepolitik sowie die Agrarpolitik sind daran ebenso beteiligt wie die Klima- und Umweltpolitik sowie die Forschungs- und Entwicklungspolitik. Die Erschließung von Wachstumsmärkten und Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten ist ebenso Teil der Strategie wie die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten und internationaler Nachhaltigkeitsstandards.
Auch zur Entschärfung von Nutzungskonkurrenzen, etwa zwischen der Erzeugung von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen leistet die Bioökonomie-Strategie einen Beitrag. Aigner betonte: „Entscheidend ist, dass es gelingt, den Strukturwandel weg von fossilen Rohstoffen hin zu mehr nachwachsenden Ressourcen in Einklang zu bringen mit der Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, dem Klimaschutz und der Erhaltung der Artenvielfalt. Die Ernährung und die Produktion von Lebensmitteln muss immer Vorrang haben – dieser Grundsatz gilt.“ Die Politikstrategie Bioökonomie führe die Herausforderungen zusammen und setze Prioritäten für eine Bioökonomie-Politik in Deutschland, die auch internationale Verantwortung wahrnimmt. Der Erfolg der Strategie und ihrer zahlreichen Maßnahmen soll in einem Fortschrittsbericht überprüft werden.
Quelle:bmelv.bund.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.