München:

Verbraucherschutzministerin Merk: „Mehr Verbraucherschutz durch strengere Vorgaben und Kontrolle!“

Zu der heutigen Abstimmung des Bundesrats über das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über die Verwaltung alternativer Investmentfonds (AIFM-Umsetzungsgesetz) erklärt Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk: „Mit dem Gesetz unterstellen wir geschlossene Investmentfonds und ihre Verwalter einer deutlich strengeren Finanzaufsicht. Das verbessert den Schutz für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Bayern wird dem Gesetzentwurf daher zustimmen, auch wenn wir uns in einzelnen Bereichen weitergehende Vorgaben und weniger Ausnahmen gewünscht hätten.“ Vor allem als Steuersparmodelle aufgelegte geschlossene Fonds haben sich in der Vergangenheit immer wieder als riskant und verlustreich erwiesen. „Mit der gesetzlichen Neuregelung ist nun künftig ausgeschlossen, dass Anleger bei Verlusten der Investmentgesellschaft persönlich haften und Nachschüsse auf ihre Einlage leisten müssen“, so Merk.

1euro

Kritisch sieht die Ministerin jedoch, dass in letzter Minute noch einige Ausnahmen in das Gesetz aufgenommen wurden. Zum Beispiel gelten wesentliche Anforderungen an Investmentfonds nicht für Beteiligungsmodelle bis zu einem Volumen von 100 Millionen Euro, wenn diese in der Rechtsform der Genossenschaft betrieben werden. Merk: „Ich sehe durchaus Gefahren für die Anleger, wenn Anlagemodelle in Form einer Genossenschaft fast vollständig von der Regulierung ausgenommen werden, nicht einmal einen Verkaufsprospekt vorlegen müssen und keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. Zwar hat die Ausnahmeregelung dabei vor allem lokale Beteiligungsmodelle beispielsweise für Windkraftanlagen oder Solarparks im Auge. Die Freigrenze von 100 Millionen Euro geht aber über das durchschnittliche Finanzvolumen von Bürgerbeteiligungsprojekten deutlich hinaus. Auch die Möglichkeit für geschlossene Fonds, in einer Anfangsphase von 18 Monaten unbegrenzt Kredite aufzunehmen, erhöht die Risiken der Anleger.“

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.